Dresden erinnert an Zerstörung durch alliierte Bomber

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Das Zentrum Dresdens…
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… glich nach den Luftangriffen…
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… einer Trümmerwüste

DRESDEN. Mit zahlreichen Veranstaltungen wird in Dresden an die Zerstörung der Stadt vor 64 Jahren erinnert. Am 13. Februar 1945 griffen britische Bomberverbände erstmals das Zentrum Dresdens an und leiteten damit die Zerstörung der Elbmetropole ein.

Bis zum 15. Februar folgten drei weitere Luftangriffe britischer und amerikanischer Bomberverbände. Weite Teile der Stadt wurden stark zerstört, die historische Altstadt mit ihren zahlreichen Baudenkmälern und Kunstschätzen, darunter die weltberühmte Frauenkirche, wurde fast vollständig dem Erdboden gleichgemacht.

Kranzniederlegeung auf dem Heidefriedhof

Über die tatsächliche Zahl der Opfer herrscht bis heute keine Klarheit. Derzeit wertet eine von der Stadt eingesetzte Historikerkommission die verfügbaren Quellen erneut aus. Aus Kreisen der Kommission wird derzeit eine Zahl von 18.000 bis 25.000 Opfer genannt. Andere Schätzungen gehen von einer weit höheren Zahl an Toten aus.

Die Stadt gedachte der Opfer am Freitagvormittag mit der traditionellen Kranzniederlegung auf dem Heidefriedhof, auf dem viele der Bombenopfer ihre letzte Ruhe gefunden haben. Am Abend findet vor der wiederaufgebauten Frauenkirche eine Gedenkveranstaltung mit Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) statt. Von 21.45 Uhr an, dem Zeitpunkt, an dem 1945 der erste Fliegeralarm ausgelöst wurde, bis 22 Uhr läuten die Glocken aller Kirchen der Stadt.

Für den Sonnabend hat die NPD-nahe „Junge Landsmannschaft Ostdeutschland“ einen Trauermarsch angemeldet. Zahlreiche Parteien und Organisationen haben unter dem Motto „Geh Denken“ zu Gegenveranstaltungen aufgerufen.

> Interview: War die Bombardierung Dresdens ein Kriegsverbrechen?

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