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Bundeswehranschlag: Bekennerschreiben offensichtlich falsch

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Das sächsische LKA hat noch keine heiße Spur Foto: Polizei Sachsen

DRESDEN. Das nach dem Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge in der Dresdner Albertstadtkaserne bei verschiedenen Medien eingegangene Selbstbezichtigungsschreiben stammt nach ersten Erkenntnissen der Ermittler höchstwahrscheinlich nicht von den Tätern.

In dem Brief, der unter anderem beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) sowie bei der Redaktion des Sachsenspiegels eingegangen war, hatte sich eine „Initiative für ein neues blaues Wunder“ zu dem Anschlag bekannt, bei dem 42 Fahrzeuge der Bundeswehr zerstört worden waren. Möglicherweise handelt es sich dabei jedoch um sogenannte „Trittbrettfahrer“.

Im Bericht des Landeskriminalamtes heißt es, das Schreiben lasse „keine konkrete Kenntnis auf tatsächliches Täterwissen“ zu. Die Straftat werde lediglich im allgemeinen benannt, Folgeaktionen ließen sich daraus nicht ableiten und würden auch nicht angekündigt.

Bekenntnis der wahren Täter eher im Internet

Die Ausdrucksweise könne „der linken Szene zugeordnet werden“. Für die Nicht-Authentizität des Schreibens spreche auch die Tatsache, daß in der heutigen Zeit laut polizeilicher Erkenntnis „für solche Bekenntnisse eher das Internet mit seinen unzähligen Zugriffsmöglichkeiten genutzt“ werde.

Weitere Aufschlüsse über die Herkunft des angeblichen Bekennerbriefes erhoffen sich die Ermittler von einem linguistischen Gutachten des Bundeskriminalamts sowie von den kriminaltechnischen Untersuchungen des Papiers.

Die Arbeit der Ermittlungsgruppe „Albertstadt“ am Tatort ist abgeschlossen, die dabei gesicherten Beweismittel sollen nun ausgewertet werden. (vo)

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