Mittweida: Anklage gegen angebliches Opfer

0505_ehrenpreis
Das angebliche Opfer bei der Preisverleihung im Februar Foto JF

CHEMNITZ. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz will Anklage gegen die junge Frau aus Mittweida erheben, die im November 2007 angegeben hatte, von Rechtsextremisten überfallen worden zu sein.

Das berichtet der Focus. Der Fall hatte deutschlandweit für Aufsehen gesorgt, weil das damals 17 Jahre alte Mädchen behauptet hatte, daß ihr vier glatzköpfige Rechtsextremisten mit NSDAP-Aufnähern auf ihren Jacken ein Hakenkreuz in die Hüfte geritzt hätten.

Angeblich war die Frau einem kleinen Aussiedlermädchen zu Hilfe gekommen, das von den Rechtsextremisten bedrängt worden war. Mittlerweile geht die Staatsanwaltschaft aber davon aus, daß sie sich das Hakenkreuz selber zugefügt hat, und will daher Anklage wegen Vortäuschens einer Straftat erheben.

Obwohl Polizei und Staatsanwaltschaft frühzeitig Zweifel an der Geschichte geäußert hatten, war die heute 18jährige im Februar mit einem Ehrenpreis für Zivilcourage des „Bündnisses für Demokratie und Toleranz – Gegen Extremismus und Gewalt“ ausgezeichnet worden.

Ahriman Verlag
Probeabo JF 2021 Gratis lesen

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat: Unterstützen Sie die JF mit einer Spende.

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
Hierfür wurden keine ähnlichen Themen gefunden.
aktuelles