Kriegsgefangene werden früher entschädigt

BVA
Bundesverwaltungsamt in Köln: Die Behörde wickelt die Entschädigung ab. Foto: Bund

BERLIN. Ehemalige Kriegsgefangene aus Mitteldeutschland bekommen ab Juli eine symbolische finanzielle Anerkennung für ihr Schicksal. Nachdem zunächst geplant war, die Entschädigung der Betroffenen erst ab 2009 auszuzahlen, hat sich die Große Koalition jetzt darauf geeinigt, den Termin vorzuziehen. Danach sollen die noch lebenden rund 12.000 lebenden Kriegsheimkehrer im Sommer eine Einmalzahlung erhalten.

Diejenigen, die in den Jahren 1947 und 1948 aus der Gefangenschaft nach Mitteldeutschland zurückgekehrt sind, erhalten einmalig 500 Euro. Wer 1949 oder 1950 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen worden ist, bekommt 1.000 Euro, Spätheimkehrer werden mit 1.500 Euro entschädigt. Schätzungen zufolge werden die Zahlungen an die ehemaligen Kriegsgefangenen rund 16 Millionen Euro betragen.

Anträge können die Betroffenen bereits jetzt beim Bundesverwaltungsamt in Köln stellen.

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