Homosexuellen-Mahnmal wird im Frühjahr eingeweiht

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Kulturstaatssekretär Bernd Neumann (CDU). Foto: Bundestag

BERLIN. Das Mahnmal für die von den Nationalsozialisten verfolgten Homosexuellen soll in diesem Frühjahr in Berlin eingeweiht werden. Das sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP.

Das Mahnmal, das aus einer schrägstehenden, kastenförmigen Skulptur besteht, in der auf einem Bildschirm abwechselnd sich küssende Männer und Frauen zu sehen sind, soll am Rand des Berliner Tiergartens gegenüber dem Holocaust-Mahnmal errichtet werden. Die Kosten lägen bei rund 600.000 Euro, sagte Neumann.

Ursprünglich war geplant, in der Video-Installation nur küssende Männer zu zeigen, da Schwule im Nationalsozialismus weitaus stärker verfolgt wurden als Lesben. Nach massiven Protesten von Lesben-Vertretern und der Frauenzeitschrift Emma wurde jedoch beschlossen, daß nun auch sich küssende Frauen zu sehen sein sollen.

Neumann kritisiert in dem Interview zudem, daß der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), vor einer Woche bei der Ankündigung für den Bau des Mahnmals der im Nationalsozialismus ermordeten Zigeuner so getan habe, als ob Berlin die Hauptverantwortung für das Denkmal trage.

Dies sei aber nicht der Fall, so Neumann. Das gesamte Planungsverfahren, die Gespräche mit den Opferverbänden sowie die Finanzierung mit bis zu zwei Millionen Euro sei von seinem Hause verantwortet worden.

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