Friedensgesellschaft verhöhnt toten Bundeswehrsoldaten

Soldaten
Stein des Anstoßes: Das Plakat der Friedensgesellschaft Foto: Landesverband Berlin-Brandenburg

BERLIN. Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsgegnerInnen sorgt mit einer Aktion anläßlich des Todes eines Bundeswehrsoldaten bei einem Anschlag in Afghanistan in der vergangenen Woche für Aufregung.

Auf seiner Internetseite bietet der Landesverband Berlin-Brandenburg ein Plakat zum Herunterladen an, auf dem drei Bundeswehrsoldaten einen Sarg tragen. Unter dem Motto „Schritt zur Abrüstung“ steht: „Die Bundeswehr auf dem richtigen Weg. Wieder einer weniger. Wir begrüßen diese konkrete Maßnahme, den Umfang der Bundeswehr nach und nach zu reduzieren.“

Beim Bundesverband stößt das Plakat jedoch nicht auf ungeteilte Zustimmung. Ein Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle sagte gegenüber der JUNGEN FREIHEIT, er finde das Plakat „nicht richtig“. „Wir wollen nur den Soldat an sich abschaffen, nicht den Menschen, der dahintersteht. Soldaten sind auch Menschen, und Gewalt gegen Menschen lehnen wir ab.“

Plakat sorgte schon in der Vergangenheit für Diskussionen

Auch wenn Soldaten andere Menschen töteten, sollten sie nicht selbst getötet werden. Schließlich sei die Todesstrafe zu Recht abgeschafft worden. Das Plakat habe bereits in der Vergangenheit auf einem Bundeskongreß für Diskussionen gesorgt.

Die Verantwortlichen hätten damals argumentiert, man wolle durch die Provokation zum Nachdenken anregen. Daß der Landesverband Berlin-Brandenburg dieses nun wieder verwende, findet der Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle „eher bedauerlich“. Allerdings sei jeder Landesverband in seinen Entscheidungen selbständig.

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