Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

Angriff auf Ratsmitglied von Pro Köln

breninek
Wurde in der vergangenen Woche krankenhausreif geschlagen: Der Kölner Ratsherr Hans-Martin Breninek Foto: Pro Köln

KÖLN. Ein Mitglied der Ratsfraktion der Bürgerbewegung Pro Köln ist am vergangenen Freitag angegriffen und verletzt worden. Der 67 Jahre alte Ratsherr Hans-Martin Breninek hatte gegen 15 Uhr in der Kölner Fußgängerzone Informationsmaterial zum geplanten Anti-Islamisierungskongreß von Pro Köln verteilt, als er von mehreren Jugendlichen attackiert wurde.

Diese stießen den Infostand um und schlugen Breninek mit Fäusten ins Gesicht, so daß dieser das Gleichgewicht verlor, mit dem Kopf auf den Bordstein aufprallte und das Bewußtsein verlor. Der Politiker mußte anschließend im Krankenhaus behandelt werden. Drei der vier Angreifer konnten entkommen. Sie sollen laut Polizei, die wegen Körperverletzung ermittelt, türkischen Aussehens gewesen sein.

Breninek zeigte sich gegenüber der JUNGEN FREIHEIT schockiert über den Angriff, sagte aber, er habe angesichts der aufgeheizten Stimmung mit so etwas gerechnet. Linkspartei und Grüne, aber auch SPD und CDU hetzten seit Monaten gegen Pro Köln und den geplanten Anti-Islamisierungskongreß.

„Als Patriot darf man sich nicht verstecken“

„Man muß mit so einer Bedrohung wohl leben, wenn man etwas verändern will. Ich könnte mich ja jetzt auch zurückziehen, aber dann hätten die ja genau das erreicht, was sie wollen. Und ein Patriot versteckt sich auch nicht“, sagte Breninek.

CDU und SPD verurteilten unterdessen die Tat. Der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Winrich Granitzka, sagte laut Kölner Stadtanzeiger: „Gewalt in der demokratischen Auseinandersetzung lehnen wir entschieden ab.“

Ähnlich äußerte sich sein Kollege von der SPD, der Fraktionsvorsitzende Martin Börschel: Was Pro Köln plane, sei zwar ein unwürdiges Spektakel. Gewalt dürfe aber niemals ein Mittel der politischen Auseinandersetzung sein.

Antifa freut sich über Angriff auf Breninek

Sowohl CDU als auch SPD unterstützen ein breites Protestbündnis gegen den Anti-Islamisierungskongreß, das Demonstrationen und Blockaden angekündigt hat. In dem Bündnis sind auch zahlreiche Linksextremisten vertreten. Bei einer vom DGB für den 20. September geplanten Protestkundgebung vor dem Kölner Dom soll auch Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) sprechen. Die Veranstalter rechnen mit rund 10.000 Teilnehmern.

Auf einer Antifa-Seite im Internet, die anläßlich des Anti-Islamkongresses eingerichtet wurde, freut man sich derweil über den Angriff auf den Pro Kölner Ratsherr. Dort heißt es, Breninek habe sich einer „Gesichtstransformation unterzogen“.

Erst vor kurzem waren an einem Gebäude von Pro Köln Scheiben eingeworfen und die Fassade mit Farbbeuteln beschmissen worden.

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