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Ungarisch-nationaler Bischof zieht ins Europaparlament ein

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Bischof László Tőkés

BUKAREST. Bei den ersten Europawahlen in Rumänien ist die sozialkonservative Oppositionspartei PD mit 28,8 Prozent stärkste Kraft geworden. Die postkommunistische PSD kam auf 23,1 Prozent, die nationalliberale PNL von Premier Călin Popescu-Tăriceanu auf 13,5 Prozent, die neugegründete liberale PLD auf 7,8 Prozent und die Ungarn-Partei RMDSz auf 5,5 Prozent.

Die neue christlich-nationalpopulistische PNG-CD des Oligarchen George „Gigi“ Becali (Besitzer des Fußballvereins Steaua Bukarest) scheiterte wie die rechte Großrumänien-Partei (PRM) an der Fünf-Prozent-Hürde. Die PRM hatte kürzlich nach einem Streit mit der italienischen EU-Parlamentarierin Alessandra Mussolini die rechte Europafraktion ITS verlassen. Da die ITS, der unter anderem der französische Front National, der Vlaams Belang und die FPÖ angehörten, deshalb nicht mehr die notwendigen 20 Mitglieder hatte, wurde sie aufgelöst.

Der ungarisch-nationale Bischof László Tőkés zieht als Direktkandidat ins EU-Parlament ein. Der evangelisch-reformierte Geistliche war einer der wichtigsten Auslöser für die antikommunistische Revolution in Rumänien 1989. Tőkés ist Vorsitzender der Ungarischen Bürgerunion (MPSz). Die von der RMDSz abgespaltene Partei fordert unter anderem für das Széklerland in Siebenbürgen eine Selbstverwaltung nach dem Modell der Südtirol-Autonomie.

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