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USA: Obama äußert sich erstmals zu Trumps Affen-Video

USA: Obama äußert sich erstmals zu Trumps Affen-Video

USA: Obama äußert sich erstmals zu Trumps Affen-Video

US-Präsident Donald Trump sorgt mit einem Video für Empörung, in dem er Barack und Michelle Obama als Affen darstellt. Die Demokratische Partei wirft Trump Rassismus vor. Nun äußert sich auch Obama.
US-Präsident Donald Trump sorgt mit einem Video für Empörung, in dem er Barack und Michelle Obama als Affen darstellt. Die Demokratische Partei wirft Trump Rassismus vor. Nun äußert sich auch Obama.
Trump verbreitete diese KI-Bilder von Barack und Michelle Obama: Inzwischen ist das Video gelöscht. Foto: Screenshot JF
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Obama äußert sich erstmals zu Trumps Affen-Video

Donald Trump veröffentlicht ein KI-Video von Barack und Michelle und muß sich Rassismusvorwürfe gefallen lassen – sogar aus der eigenen Partei. Obama selbst schweigt lange. Nun nimmt er Stellung zu dem Clip.
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WASHINGTON. Barack Obama hat sich erstmals öffentlich zu dem von Donald Trump verbreiteten Video geäußert, in dem er und seine Ehefrau Michelle Obama als Affen dargestellt wurden. Der „Sinn für Anständigkeit und Respekt für das Amt“ sei verloren gegangen, sagte Obama in einem Gespräch mit dem Podcaster Brian Tyler Cohen, ohne Trump namentlich zu nennen. „Es scheint keinerlei Scham mehr“ zu geben.

Die Mehrheit der Amerikaner empfinde „dieses Verhalten“ als „zutiefst verstörend“, betonte der ehemalige Präsident. Er prophezeite, daß Trump den Republikanern mit einem solchen Auftreten bei den Zwischenwahlen im November schaden werde.

Video sorgt für scharfe Kritik

Das Video war Anfang Februar auf Trumps Account bei seinem eigenen sozialen Netzwerk Truth Social hochgeladen worden. Es drehte sich inhaltlich um den von Trump vermuteten Betrug bei seiner verlorenen Präsidentschaftswahl 2020. Kurz vor Ende des rund einminütigen Clips erscheint jedoch ein KI-generiertes Bild, auf dem die Köpfe von Barack und Michelle Obama jeweils auf den Körper eines Affen montiert sind. Währenddessen läuft das Lied „The Lion Sleeps Tonight“ (JF berichtete).

Die Veröffentlichung sorgte parteiübergreifend für Empörung und zog Rassismusvorwürfe nach sich. So schrieb der ehemalige Nationale Sicherheitsberater und enge Vertraute von Obama, Ben Rhodes, auf X: „Möge es Trump und seine rassistischen Anhänger verfolgen, daß zukünftige Amerikaner die Obamas als geliebte Persönlichkeiten verehren werden, während sie ihn als Schandfleck unserer Geschichte betrachten.“

Weißes Haus löscht den Clip

Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom, der als aussichtsreicher Kandidat für die nächsten Präsidentschaftswahlen gilt, kritisierte Trumps „widerwärtiges Verhalten“ und forderte „jeden einzelnen Republikaner“ dazu auf, das Video „zu verurteilen“. Der republikanische Senator Tim Scott aus South Carolina, selbst Afroamerikaner, bezeichnete das Video als die „die rassistischste Sache“, die er je aus dem Weißen Haus vernommen habe.

Nachdem sie die Kritik zunächst zurückgewiesen hatte, löschte die Trump-Administration den Clip später und gab an, ein Mitarbeiter habe den Beitrag versehentlich veröffentlicht. Trump selbst erklärte, er habe nur einen Teil des Videos gesehen. Auf die Frage, ob er die vermeintlich rassistischen Passagen in dem Video verurteile, antwortete er: „Natürlich tue ich das“. (dh/st)

Trump verbreitete diese KI-Bilder von Barack und Michelle Obama: Inzwischen ist das Video gelöscht. Foto: Screenshot JF
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