BERLIN/MOSKAU. Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro (die JF berichtete) hat der frühere russische Präsident Dmitri Medwedew offen von einer Entführung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) phantasiert.
In einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur Tass erklärte Medwedew, er könne sich „ähnliche Aktionen“ auch gegen andere Staats- und Regierungschefs vorstellen.
Medwedew sieht Grundlage für Verfolgung von Merz
Die „Entführung des Neonazis Merz“ wäre, so Medwedew wörtlich, „eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie“. Der heutige Vizevorsitzende des russischen Sicherheitsrates bezog sich dabei ausdrücklich auf das Vorgehen der USA in Venezuela. Ein solches Szenario habe „durchaus etwas Realistisches“, sagte Medwedew weiter. Es gebe sogar Gründe, Merz in Deutschland strafrechtlich zu verfolgen, weshalb dessen Entführung „kein Verlust“ wäre.
Unterdessen erklärten die USA, nach eigenen Erkenntnissen habe die Ukraine bei einem mutmaßlichen Drohnenangriff in der vergangenen Woche nicht die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin angegriffen. US-Präsident Donald Trump sagte an Bord der „Air Force One“, er glaube nicht, daß ein solcher Angriff stattgefunden habe. Rußland hatte zuvor behauptet, ukrainische Drohnen hätten eine Präsidentenresidenz ins Visier genommen. Kiew und westliche Staaten bestreiten diese Darstellung. (rr)






