WIEN. Die FPÖ hat erstmals in ihrer Geschichte eine offizielle Einladung der israelischen Regierung erhalten. Am Wochenende reiste FPÖ-EU-Delegationsleiter Harald Vilimsky nach Israel und traf dort unter anderem Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sowie die israelische Verkehrsministerin Miri Regev.
Nach Angaben der FPÖ pflegt Vilimsky seit Jahren Kontakte zur regierenden rechtskonservativen Likud-Partei, der auch Netanjahu angehört. Die Likud ist bislang kein Mitglied im europäischen Parteienbündnis „Patriots for Europe“, steht diesem jedoch politisch nahe.
Erstmals in der Geschichte der Freiheitlichen Partei wurde mit Harald Vilimsky ein Repräsentant offiziell von der israelischen Regierung und auch persönlich vom Ministerpräsidenten empfangen. Gerade vor dem aktuellen Hintergrund hat auch der sicherheitspolitische…
— FPÖ (@FPOE_TV) January 26, 2026
FPÖ wurde bislang gemieden
Mit der Gründung der Initiative „Patriots for Jerusalem/Israel“, deren Vorsitz Miri Regev übernommen hat, sollen diese Kontakte nun vertieft werden. Im Mittelpunkt der Gespräche stand nach Darstellung der Freiheitlichen der gemeinsame Kampf gegen radikalen Islam sowie gegen Antisemitismus, der nach israelischer Einschätzung zunehmend nach Europa importiert werde.
Das Treffen mit Netanjahu sei „beeindruckend und sehr informativ“ gewesen, hieß es aus der FPÖ. Die Partei wertet die Einladung als historischen Schritt. Noch vor wenigen Jahren hatte Israel offizielle Kontakte zur FPÖ gemieden. Nun sehen die Freiheitlichen den Beginn einer engeren Zusammenarbeit patriotischer Parteien auf internationaler Ebene. (rr)






