Anzeige
Anzeige

In zweiter Instanz: Bestechlichkeit: Österreichs Ex-Vizekanzler Strache freigesprochen

In zweiter Instanz: Bestechlichkeit: Österreichs Ex-Vizekanzler Strache freigesprochen

In zweiter Instanz: Bestechlichkeit: Österreichs Ex-Vizekanzler Strache freigesprochen

Späte Genugtuung: Ex-FPÖ-Chef und Österreichs Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache gestern nach dem Freispruch im Wiener Gericht.
Späte Genugtuung: Ex-FPÖ-Chef und Österreichs Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache gestern nach dem Freispruch im Wiener Gericht.
Späte Genugtuung: Österreichs Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache gestern nach dem Freispruch im Wiener Gericht. Foto: picture alliance / EVA MANHART / APA / picturedesk.com
In zweiter Instanz
 

Bestechlichkeit: Österreichs Ex-Vizekanzler Strache freigesprochen

Ein Gericht spricht Ex-FPÖ-Chef Strache in zweiter Instanz vom Vorwurf der Bestechlichkeit frei. Der damalige Vizekanzler habe vielmehr sein „Ohr an der Bevölkerung“ gehabt.
Anzeige


WIEN. Weil er dem Chef einer auf Schönheitschirurgie spezialisierten Privatklinik einen Gefallen getan haben soll, hat sich der frühere Chef der FPÖ und Ex-Vizekanzler Österreichs, Heinz-Christian Strache, jahrelang vor Gericht verantworten müssen. In letzter Instanz ist er nun vom Vorwurf der Bestechlichkeit freigesprochen worden.

Dasselbe Wiener Straflandesgericht, das ihn im August 2021 zu einer 15monatigen Bewährungsstrafe verurteilt hatte, entschied nun, daß keine Beweise für eine Verurteilung vorliegen. Zuvor hatte das Oberlandesgericht (OLG) das Urteil aus erster Instanz regelrecht zerpflückt und es aufgehoben. Daher mußte die Kammer den Fall nun neu verhandeln.

Umfrage: FPÖ mit großem Vorsprung auf Platz 1

Das OLG sah es nicht als problematisch an, daß sich Strache mit dem Klinik-Unternehmer Walter Grubmüller austauschte. Die Politik müsse vielmehr „das Ohr an der Bevölkerung“ haben. Auch von „geheimer Korruption“ könne keine Rede sein, da Strache und Grubmüller zu dem Thema eine gemeinsame Pressekonferenz gegeben hätten. Dieser Argumentation schloß sich das Straflandesgericht nun an.

Grubmüller hatte sich 2016 benachteiligt gefühlt, da er die Leistungen seiner Klinik nicht über die Sozialversicherungen abrechnen konnte. Darüber beschwerte er sich bei Strache. Gleichzeitig spendete er der FPÖ zunächst 2000 Euro und ein Jahr später im Wahlkampf noch einmal 10 000 Euro. Die FPÖ macht den Fall mit dem Pressegespräch öffentlich und stellte einen Antrag im österreichischen Nationalrat.

Strache war 2019 wegen der Ibiza-Affäre zurückgetreten und im selben Jahr aus der FPÖ ausgeschlossen. Seitdem ist die Partei in der Opposition. Der jüngsten Umfrage zufolge liegt sie bei 30 Prozent mit großem Vorsprung vor der SPÖ (24 Prozent) und der ÖVP (19 Prozent) auf Platz 1. (fh)

Späte Genugtuung: Österreichs Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache gestern nach dem Freispruch im Wiener Gericht. Foto: picture alliance / EVA MANHART / APA / picturedesk.com
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag