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Ukraine-Krieg: Rußland sammelt Truppen für neue Donbass-Offensive

Ukraine-Krieg: Rußland sammelt Truppen für neue Donbass-Offensive

Ukraine-Krieg: Rußland sammelt Truppen für neue Donbass-Offensive

Pro-russische Separatisten bereiten ihren Panzer im Raum Donezk für weitere Einsätze vor Foto: picture alliance/dpa/TASS | Stanislav Krasilnikov
Pro-russische Separatisten bereiten ihren Panzer im Raum Donezk für weitere Einsätze vor Foto: picture alliance/dpa/TASS | Stanislav Krasilnikov
Pro-russische Separatisten bereiten ihren Panzer im Raum Donezk für weitere Einsätze vor Foto: picture alliance/dpa/TASS | Stanislav Krasilnikov
Ukraine-Krieg
 

Rußland sammelt Truppen für neue Donbass-Offensive

KIEW. Im Ukraine-Krieg hat Rußland mit den Vorbereitungen für eine Offensive in der Region Donezk begonnen. Daher forderten die ukrainischen Behörden die Bevölkerung auf, das Gebiet zu verlassen, berichtete die Nachrichtenagentur AFP. So sollen unter anderem Zivilisten mit Bussen aus der dortigen Großstadt Slowjansk gebracht werden.

Zuvor war es den Truppen Moskaus gelungen, die Region Luhansk fast vollständig  unter ihre Kontrolle zu bringen. Am Mittwoch gab es dort noch vereinzelte Scharmützel zwischen ukrainischen und russischen Truppen.

Laut Einschätzung des US-amerikanischen „Institute for the Study of War“ formiert der Kreml seine Einheiten derzeit für einen Angriff auf Donezk. Im Fall eines Sieges wäre dann der gesamte Donbass in russischer Hand.

Rußland werde Donbass erobern

Der ukrainische Generalstab teilte derweil mit, es sei den Verteidigern gelungen, russische Vorstöße an verschiedenen Punkten der Front abzuwehren. Um ihre Ausgangslage für den Angriff auf Donezk zu verbessern, nahmen Rußlands Armeen demnach die Gebiete von Slowjansk, Dibrivne, Krasnopilla und Spirne unter Artilleriefeuer. Das berichtete auch das britische Verteidigungsministerium in seinem täglichen Lagebericht. Demnach gelang es den Russen aber nicht, Geländegewinne zu erzielen.

In den russischen Truppen, die in der Ukraine eingesetzt werden, stehe es schlecht um die Disziplin. Soldaten seien betrunken und die Zwangsmobilisierung in den Regionen Donezk und Luhansk schade der Moral der Einheiten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Dennoch dürfte es Rußland gelingen, den Donbass zu erobern, sagte der Experte für Internationale Politik der Universität Sorbonne in Paris, Pierre Grasser, der Nachrichtenagentur AFP. Das nächste Ziel russischer Angriffe könnte dann unter anderem die Stadt Kramatorsk sein.

Lambrecht lehnt Panzerlieferung ab

Unterdessen lehnte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) die Lieferung von Transportpanzern an die Ukraine ab. „Wir unterstützen die Ukraine mit allem, was möglich und verantwortbar ist. Aber wir müssen die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands gewährleisten“, äußerte sie am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Deshalb ist es unverantwortlich, die Bundeswehr gerade in diesen Zeiten ausplündern zu wollen und sich dabei sogar über den militärischen Ratschlag des Generalinspekteurs ignorant hinwegsetzen zu wollen.“

Damit bezog sich die Sozialdemokratin auf eine entsprechende Aussage von Generalinspekteur Eberhard Zorn. Der hatte zuvor gesagt, er sehe keinen Spielraum mehr für weitere Panzerlieferungen an Kiew.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenkskyj lobte in einer Videoansprache die bisher erhaltenen westlichen Waffenlieferungen. So sei es beispielsweise durch Artilleriesysteme gelungen, die Logistik des Feindes zu treffen und so dessen Offensivpotential zu schwächen.“ (ag)

Pro-russische Separatisten bereiten ihren Panzer im Raum Donezk für weitere Einsätze vor Foto: picture alliance/dpa/TASS | Stanislav Krasilnikov
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