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Der Anführer der "Proud Boys", Enrique Tarrio, ist kurz vor der Trump-Demonstration verhaftet worden Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Noah Berger
Der Anführer der „Proud Boys“, Enrique Tarrio, ist kurz vor der Trump-Demonstration verhaftet worden Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Noah Berger

„Black Lives Matter“-Banner verbrannt
 

USA: Anführer der „Proud Boys“ vor Trump-Demonstration verhaftet

WASHINGTON. Die Polizei in Washington D.C. hat den Anführer der rechten „Proud Boys“, Enrique Tarrio, kurz vor der geplanten Demonstration für US-Präsident Donald Trump verhaftet. Ihm wird vorgeworfen, ein „Black Lives Matter“-Transparent (BLM) verbrannt zu haben, berichtete die Washington Post. Tarrio selbst habe bereits vergangenen Monat gegenüber der Zeitung seine Beteiligung daran zugegeben.

Zu der Sachbeschädigung sei es nach einer Demonstration der „Proud Boys“ gekommen. Die Tat könne von der Staatsanwaltschaft als sogenanntes „Haß-Verbrechen“ gewertet werden. In dem Fall würde sich das mögliche Strafmaß deutlich erhoben.

Tarrio hatte bereits angekündigt, sich schuldig zu bekennen und das Banner zu bezahlen. Er betonte jedoch zugleich, daß es sich nicht um ein „Haß-Verbrechen“ gehandelt habe. Seine Tat richtete sich demnach gegen die BLM-Bewegung, da sie die Bürger terrorisiere.

„Proud Boys“ und Linksextreme geraten aneinander

Im Verlauf der gewaltsamen BLM-Proteste im vergangenen Jahr war es in mehreren Städten der USA zu Plünderungen und Gewalttaten mit mehreren Todesopfern gekommen. In Portland im Nordwesten der Vereinigen Staaten hatte ein Mob aus BLM-Unterstützern und Linksextremen monatelang randaliert. In Washington war es in den vergangenen Wochen wiederholt zu Zusammenstoßen zwischen „Proud Boys“ und Linksextremen gekommen.

Zudem soll Tarrio bei seiner Verhaftung am Montag (Ortszeit) zwei Magazine mit Munition bei sich getragen haben. Das stelle neben der ihm angelasteten Sachbeschädigung eine weitere Straftat dar.

Tarrio führt „Proud Boys“ seit 2018

Für Mittwoch haben unter anderem die „Proud Boys“ eine Kundgebung für den scheidenden US-Präsident Trump in Washington angekündigt. Dieser sagte, selbst vor Ort sein zu wollen. An dem Tag soll der Kongreß den Wahlsieg von Joe Biden bestätigen.

Die „Proud Boys“ erlangten im US-Wahlkampf Bekanntheit, als Trump sie als seine Unterstützer nannte. Gegründet wurden die Männerorganisation 2016 durch den Autor, Komiker und politischen Kommentator Gavin McInnes. Nach dessen Ausscheiden 2018 übernahm Tarrio die Führung. Die Gruppe wird von den Medien immer wieder mit Rassismus in Verbindung gebracht, obwohl sie auch farbige Mitglieder hat. (ag)

Der Anführer der „Proud Boys“, Enrique Tarrio, ist kurz vor der Trump-Demonstration verhaftet worden Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Noah Berger
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