Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán: Sein Land wünsche keine kulturelle Veränderung durch moslemische Migranten
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán: Sein Land wünsche keine kulturelle Veränderung durch moslemische Migranten Foto: picture alliance/ abaca/Pool
Migration

Orbán: Ungarn will keine illegale Zuwanderung

BUDAPEST. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán (Fidesz) hat sich gegen die Aufnahme von moslemischen Migranten in seinem Land gestellt. Es gebe dort zwar Menschen islamischen Glaubens, doch deren Zahl sei strikt begrenzt. Wir wollen nicht, daß sie in so großen Massen nach Ungarn kommen, daß das in unserem Leben eine kulturelle Änderung herbeiführt, bekräftigte Orbán gegenüber dem Stern.

Weniger als zwei Prozent der Bevölkerung in dem Land seien Ausländer und das sei auch gut so. Einer der wichtigsten „Kampfbereiche“ in Brüssel sei es derzeit, zu verhindern, daß aus Westeuropa Asylbewerber nach Ungarn geschickt würden. „Wir wünschen keine illegale Zuwanderung, das verhindern wir mit der Schließung unserer grünen Grenze“, führte der Fidesz-Politiker aus.

Orbán: EU geht in die falsche Richtung

Er wünsche sich zudem eine bessere Verständigung mit deutschen Politikern. Diese müßten dringend an ihrer Wortwahl arbeiten, bemängelte der ungarische Regierungschef. Vor Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe er aber Respekt. Die CDU-Politikerin trage das Kreuz der deutschen und der europäischen Politik.

Dennoch halte er den Kurs der EU für falsch. „Europa geht gerade in die falsche Richtung. Das sieht man an den nackten Zahlen: Vor Jahren lag der globale Anteil der EU-Wirtschaftsleistung bei 25 Prozent. Heute ist er auf rund 15 Prozent gesunken“, mahnte Orbán. Die EU müsse ihre Wettbewerbsfähigkeit dringend steigern, entwickle sich aber immer stärker in Richtung Verteilung. (zit)

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