Proteste in Kenosha (Wisconsin)
Proteste in Kenosha halten an Foto: picture alliance / AA
Proteste 

Wisconsins Gouverneur ruft Notstand aus

KENOSHA. Der Gouverneur des US-Bundestaats Wisconsin, Tony Evers (Demokraten), hat in der Stadt Kenosha den Notstand ausgerufen. Kurz zuvor hatte er bereits angekündigt, die Nationalgarde zur Bewältigung der Krawalle einzusetzen. Der „Weg des Schadens und der Zerstörung“ könne nicht weiter beschritten werden, sagte Evers laut der Nachrichtenagentur dpa.

Die Stadt hat seit vergangener Woche mit schweren Ausschreitungen zu kämpfen, bei denen Randalierer unter anderem Fahrzeuge in Brand stecken und Läden plündern. Einzelne „Black Lives Matter“-Demonstranten laufen bewaffnet durch die Straßen. Am Dienstag abend wurden laut der New York Timeszwei Personen erschossen, nähere Informationen sind aber bislang nicht bekannt. Anlaß für die Unruhen ist ein Polizeieinsatz vom Sonntag abend, bei dem der Afroamerikaner Jacob Blake von Polizisten in den Rücken geschossen wurde.

In einem Video von dem Vorfall ist zu sehen, wie Blake sich den Anweisungen der Beamten widersetzt und zu seinem Wagen läuft, obwohl die Polizisten ihre Waffen gezogen haben. Aus Blakes Vorstrafenregister geht hervor, daß sich der 29jährige in der Vergangenheit bereits einer Festnahme widersetzt hat. Zudem wurde vergangenen Monat Haftbefehl wegen des Verdachts auf häusliche Gewalt und ein Sexualverbrechen gegen den Mann erlassen.

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„Black Lives Matter“-Anhänger droht Polizei

Die Mutter des Afroamerikaners und Evers riefen die Demonstranten dazu auf, friedlich zu bleiben. Blakes Onkel bekundete zwar seine Zustimmung zur „Black Lives Matter“-Bewegung, betonte aber, daß die Stadt keinen Schaden nehmen solle. US-Präsident Donald Trump hatte Evers in einem Tweet geraten, die „willige“ und „mehr als fähige“ Nationalgarde einzusetzen, um das Problem schnell zu beenden.

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Der Autor und „Black Lives Matter“-Anhänger Shaun King verlangte von Kenoshas Polizei, den Namen des Beamten zu nennen, der Blake angeschossen hatte. „Wenn Sie den Namen des Polizisten nicht nennen, der Jacob Blake am Sonntag brutal angeschossen hat, werden wir damit beginnen, Namen von Beamten ihres Dezernats zu nennen, die es sein könnten aber womöglich nicht sind“, schrieb King auf Twitter.

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(zit)

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