Japans Ministerpräsident Shinzo Abe legt einen Kranz für die Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima nieder Foto: picture alliance/Kyodo
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Atombombenabwürfe 1945

Gedenken an Hiroshima: Politiker plädieren für Welt ohne Kernwaffen

HIROSHIMA. Führende Politiker aus mehreren Ländern haben den 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf die japanische Stadt Hiroshima während des Zweiten Weltkrieges zum Anlaß genommen, um für eine atomwaffenfreie Welt zu plädieren. „Vor 75 Jahren töteten Atombomben in Hiroshima und Nagasaki über 100.000 Menschen. Damit sich dieses Leid nicht wiederholt, kämpfen wir für eine Welt ohne Atomwaffen! Alle müssen verschwinden“, schrieb Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) auf Twitter. Es helfe nichts, sie von einem Land ins nächste zu verschieben.

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe sicherte laut der Nachrichtenagentur dpa während der Gedenkveranstaltung in Hiroshima seinen Einsatz für ein Verbot von Atomwaffen zu. Er betonte, Japan habe als einziges Land, das Tote durch Atombomben zu beklagen habe, die Pflicht, auf eine Abschaffung von Nuklearwaffen weiter hinzuarbeiten.

Japan kapitulierte nach zweiter Atombombe

Um 8.15 Uhr Ortszeit legte Abe einen Kranz nieder. Um diese Uhrzeit warfen die USA vor 75 Jahren die „Little Boy“ genannte Atombombe über der Stadt ab. Sie tötete insgesamt 140.000 Japaner.

Auch UN-Generalsekretär António Guterres und Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sprachen sich auf Twitter für die Abschaffung von Atomwaffen aus. „Es ist unser aller Verantwortung, daß es nie wieder zu solchen Geschehnissen kommt“, mahnte Kurz.

Drei Tage nach der Zerstörung Hiroshimas warf die US-Luftwaffe eine weitere Atombombe über der Stadt Nagasaki ab. Schätzungen gehen von 70.000 bis 80.000 Todesopfern aus. Am 2. September 1945 kapitulierte Japan. Damit endete der Zweite Weltkrieg auch in Asien. (ag)

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe legt einen Kranz für die Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima nieder Foto: picture alliance/Kyodo

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