McCloskey für Trump
Mark und Patricia McCloskey vor ihrem Anwesen in St. Louis Foto: picture alliance / newscom
Hausverteidiger aus St. Louis

Anwalts-Paar spricht sich für Wiederwahl Trumps aus

CHARLOTTE. Das Anwalts-Paar aus dem US-Bundesstaat Missouri, das für Schlagzelen sorgte, weil es sein Haus bewaffnet vor „Black Lives Matter“-Demonstranten schützte, hat sich für die Wiederwahl Donald Trumps ausgesprochen. Im Falle eines Sieges des demokratischen Gegenkandidaten Joe Bidens zöge Rechtlosigkeit in amerikanische Vororte ein, warnten Mark und Patricia McCloskey laut der Nachrichtenagentur dpa beim Parteitag der Republikaner in Charlotte, North Carolina. „Ihre Familie wird im Amerika radikaler Demokraten nicht sicher sein.“

„Black Lives Matter“-Anhänger waren Ende Juni unerlaubt in die private Wohnanlage eingedrungen, in der sich auch das Haus der McCloskeys befindet. Die Eheleute hatten die Demonstranten mehrfach dazu aufgefordert, zu gehen und dabei Waffen in der Hand gehalten, weil sie laut eigenen Aussagen von einem „wütenden Mob“ bedroht wurden.

Ehepaar nach Hausverteidigung angeklagt

Daraufhin war den Eheleuten Rassismus vorgeworfen worden. Diesen Vorwurf wiesen sie zurück und bekannten sich zur „Black Lives Matter“-Bewegung. Der Schutz von Bürgerrechten sei für sie als Juristen von besonderer Bedeutung.

Die Staatsanwaltschaft hatte nach dem Vorfall Anklage gegen das Ehepaar wegen rechtswidrigen Gebrauchs einer Waffe erhoben. „Nicht eine einzige Person des außer Kontrolle geratenen Mobs, den Sie vor unserem Haus gesehen haben, wurde eines Verbrechens angeklagt.“ Nur sie seien einer Straftat beschuldigt worden, weil sie es gewagt hätten, ihr Zuhause zu verteidigen, klagte Mark McCloskey.

„Diese Radikalen geben sich nicht damit zufrieden, nur auf den Straßen zu marschieren. Sie wollen in die Hallen des Kongresses gehen, sie wollen übernehmen, sie wollen Macht“, mahnte er. Die Demokraten würden bei einem Wahlsieg „Verbrechen, Gesetzlosigkeit und Wohnungen niedriger Qualität in blühende Nachbarschaften bringen“, warnte Patricia McCloskey.

Trump offiziell nominiert

Trump war am Montag offiziell als Kandidat für die kommende US-Präsidentschaftswahl im November nominiert worden. Unterdessen reißen die Proteste im US-Bundesstaat Wisconsin wegen der Polizeischüsse auf den Afroamerikaner Jacob Blake nicht ab.

Polizisten hatten den 29jährigen bei einem Einsatz mit mehreren Schüssen in den Rücken schwer verletzt, nachdem er nicht auf die Anweisungen der Beamten reagierte. Randalierer hatten daraufhin ein Autohaus in Brand gesteckt, Läden geplündert und Schaufenster beschädigt. (zit)

Mark und Patricia McCloskey vor ihrem Anwesen in St. Louis Foto: picture alliance / newscom

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