Ames
Regenbogenflagge, verurteilter Adolfo Martinez Fotos: picture alliance / AP Photo/ JF-Montage
„Haßverbrechen“

Regenbogenflagge verbrannt: Mann muß 15 Jahre in Haft

NEVADA/IOWA. Ein Mann ist in den USA wegen des Verbrennens einer Regenbogenflagge zu mehr als 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das Bezirksgericht in Nevada im US-Bundesstaat Iowa sah es als erwiesen an, daß der 30 Jahre alte Adolfo Martinez im Juni eine Regenbogenflagge in der Stadt Ames von einer Kirche riß und diese später vor einem Stripclub verbrannte.

Als Tatmotiv gab Martinez seine Ablehnung von Homosexualität an. „Es war mir eine Ehre, das zu tun“, sagte er dem Fernsehsender KCCI-TV. Und fügte hinzu: „Ich habe deren Stolz niedergebrannt, so einfach ist es.“ Das Gericht verurteilte ihn wegen eines Haßverbrechens in Tateinheit mit Brandstiftung zu der mehrjährigen Haftstrafe. Dabei spielte dem Gericht zufolge auch eine Rolle, daß es sich bei Martinez um einen Wiederholungstäter handelt.

Die Pfarrerin der Ames United Church of Christ, Eileen Gebbie, sprach gegenüber dem Des Moine Register von einem „aus Fanatismus und Haß geborenen Verbrechen“. Die Tat zeige auch, daß Ames „nicht so fortschrittlich ist wie manche Leute glauben“. Story County gilt als liberaler Bezirk. US-Präsident Donald Trump gewann hier 2016 38,4 Prozent der Stimmen, Hillary Clinton 50,7 Prozent. (tb)

Regenbogenflagge, verurteilter Adolfo Martinez Fotos: picture alliance / AP Photo/ JF-Montage

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