Bayerische Landespolizei und Blaulicht (Symbolbild) Foto: picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Passau

Mordversuch an Kind: Eritreer zu siebeneinhalb Jahren verurteilt

PASSAU. Ein Asylbewerber aus Eritrea, der einen elfjährigen Jungen mit einem Messer schwer verletzt hat, ist vom Landgericht Passau zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht befand den 26 Jahre alten Abdulrahman M. des versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung für schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte neun Jahre gefordert, der Verteidiger des Angeklagten zweieinhalb Jahre.

Der Afrikaner hatte im Juli vergangenen Jahres mehrfach auf den Sohn seiner Gastfamilie eingestochen. Diese hatte ihn und weitere Asylbewerber zuvor in ihrem Mehrfamilienhaus im niederbayerischen Vilshofen aufgenommen, berichtete die Bild-Zeitung. Als der Eritreer mit dem Jungen allein im Haus war, drückte er ihn laut Staatsanwaltschaft auf den Boden und stach mit dem bis dahin in der Hose versteckten Messer auf ihn ein. Dabei schrie er: „Stirb, stirb, stirb.“

Unter anderem verletzte er den Jungen mit einem 15 Zentimeter langen Schnitt über dem Kehlkopf lebensgefährlich. Zur Begründung gab der Eritreer vor Gericht dem Bericht zufolge an, er habe ein Nacktvideo von sich auf dem Handy gehabt. Dies habe die Mutter des Jungen gesehen. „Es geht nicht, daß eine Frau einen Muslim nackt sieht, das muß mit dem Tod bestraft werden“, sagte er. Bei der Polizei hatte er ausgesagt, der Teufel habe ihm befohlen, das Messer mitzuführen. (tb)

Bayerische Landespolizei und Blaulicht (Symbolbild) Foto: picture alliance/Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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