Messerangriff

Afghane sticht in Paris wahllos auf Passanten ein

PARIS. Ein Afghane hat am Sonntag in Paris mehrere Passanten mit einem Messer und einer Eisenstange angegriffen. Laut Angaben der Polizei wurden sieben Personen bei der Attacke verletzt, vier davon schweben noch immer in Lebensgefahr. Nach derzeitigem Ermittlungsstand gebe es jedoch keine Hinweise auf einen terroristischen Charakter des Angriffs, sagte ein Sprecher der Polizei laut der französischen Tageszeitung Le Parisien.

Die Tat ereignete sich gegen 23 Uhr im nördlichen 19. Arrondissement. Aus Ermittlerkreisen hieß es, der mutmaßliche Täter habe zunächst auf zwei Männer und eine Frau vor einem Kino eingestochen.

Mit Boule-Kugeln beworfen

Anschließend hätten ihn zwei Männer verfolgt, die in der Nähe Boule gespielt hätten. Dem Bericht zufolge bewarfen sie ihn mit Boule-Kugeln und versuchten ihn aufzuhalten. Mehrere Kugeln hätten den Mann am Kopf getroffen, ihn aber nicht stoppen können. Der Verdächtige habe eine Eisenstange auf die Verfolger geworfen, schilderte ein Zeuge.

Der Angreifer sei in eine Querstraße geflüchtet und habe dort zwei englische Touristen attackiert. Einem weiteren Passanten stach er dort in den Kopf, heißt es in dem Bericht. Im Anschluß sei der ebenfalls verletzte Attentäter von einem Anti-Terror Kommando festgenommen worden. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung ein. (ha)

Polizei sichert den Tatort in Paris: Boule-Spieler verfolgten den Täter Foto: picture alliance / AP Photo

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