Melbourne

Australische Polizei erschießt mutmaßlichen IS-Terroristen

MELBOURNE. Die Polizei im australischen Melbourne hat einen Anhänger des Islamischen Staates erschossen. Der Somalier mit australischem Paß hatte sich mit einer Frau als Geisel in einer Wohnung im Vorort Brighton verschanzt. Zuvor tötete der 29 Jahre alte Mann einen Angestellten der Hausverwaltung. Dessen Leiche wurde laut Nachrichtenagentur AFP von der Polizei in der Lobby gefunden.

Während der Geiselnahme bekannte sich der Somalier zu den islamischen Terrororganisationen IS und Al-Qaida. Als die Polizei die Wohnung stürmte, konnte sie die Geisel unverletzt retten. Der Attentäter soll sich laut Zeugen ein längeres Feuergefecht geliefert haben, bevor er erschossen wurde. Drei Polizisten wurden bei dem Einsatz verletzt.

Polizeichef Graham Ashton sagte in einer Stellungnahme, die Polizei stufe den Vorfall als Terrorakt ein. Allerdings gehe sie bisher von einem isolierten Einzeltäter aus, der keine konkreten Verbindungen zum IS oder Al-Qaida besitze. Einer IS-Botschaft, mit der die Terrormiliz den Anschlag für sich reklamiert, wolle er nicht überbewerten. Der IS „springt immer auf und erklärt sich verantwortlich, sobald etwas passiert”, zitiert ihn Bild. (FA)

Polizei in Melbourne am Tatort: Somalier nimmt Geisel und bekennt sich zum IS Foto: picture alliance / Photoshot

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