Charleroi
Charleroi: Polizei sperrt Straße nach Terrorangriff ab Foto: dpa

Belgien
 

Islamischer Staat bekennt sich zu Machetenangriff auf Polizistinnen

CHARLEROI. Die Terror-Miliz „Islamischer Staat“ (IS) hat sich zum Machetenangriff auf zwei Polizistinnen in Belgien bekannt. Der Angreifer sei „ein Soldat“ der Terrororganisation gewesen, teilte die IS-nahe Agentur Amaq am Sonntag mit.

Der 33 Jahre alte Algerier, der seit 2012 in Belgien lebt, hatte am Samstag zwei Polizistinnen vor einer Wache in Charleroi angegriffen. Dabei soll der Mann „Allahu akbar“ („Gott ist groß“) gerufen haben.

„Er hat sofort eine Machete aus einer mitgeführten Sporttasche gezogen und heftig auf die Gesichter der beiden Polizistinnen eingestochen“, sagte ein Polizeisprecher laut Nachrichtenagentur dpa dem Sender RTL-TVI. Ein weiterer Beamter hatte den Angreifer niedergeschossen. Er erlag später seinen Verletzungen.

Täter war polizeibekannt

Eine der beiden Beamtinnen war nach Polizeiangaben mit tiefen Wunden im Gesicht ins Krankenhaus eingeliefert worden. Ihre Kollegin war leicht verletzt worden. Der Algerier war der Polizei wegen anderer Delikte – allerdings nicht wegen Terrorverdacht ­– bekannt.

Laut belgischem Innenministerium reisten bereits 457 belgische Staatsangehörige nach Syrien und in den Irak. Gemessen an der Bevölkerungszahl ist Belgien das EU-Land, aus dem die meisten Dschihadisten ausreisten, um für den IS zu kämpfen, berichtete die Bild-Zeitung. Seit den islamistischen Terroranschlägen in Paris im November ist Belgien in erhöhter Alarmbereitschaft. Die Terrorwarnstufe liegt auf der zweithöchsten Stufe, wonach ein Angriff „möglich und wahrscheinlich“ sei. (ls)

Charleroi: Polizei sperrt Straße nach Terrorangriff ab Foto: dpa
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