„Brexit“
„Brexit“: Gegner rechnen mit wirtschaftlich nachteiligen Folgen Foto: dpa
Vor Referendum

Finanzminister droht mit Steuererhöhungen bei „Brexit“

LONDON. Der britische Finanzminister George Osborne hat mit Steuererhöhungen gedroht, sollte die Mehrzahl der Briten für einen Austritt ihres Landes aus der EU stimmen. Die Einkommenssteuer könnte demnach um zwei bis drei Prozentpunkte erhöht werden. Auch die Alkohol-, Benzin- und Erbschaftssteuer würden steigen, berichtete die Times.

Grund für die höheren Steuerbelastungen seien die laut Osborne wirtschaftlich nachteiligen Folgen, die ein „Brexit“ nach sich ziehen würde. Der Finanzminister berief sich dabei auf Studien britischer Forscher, des Weltwährungsfonds und der Welthandelsorganisation. Es gelte als sicher, daß die britische Wirtschaft sich kurzfristig abschwächen würde. Konkret müßte die Regierung rund 37 Milliarden Euro sparen, um den EU-Austritt abzufedern.

Rund eine Woche vor dem Referendum am 23. Juni sind die Befürworter eines „Brexit“ im Aufwind. Laut einer Online-Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS haben 35 Prozent der Befragten gegen einen Verbleib Großbritanniens in der EU ausgesprochen. 33 Prozent waren dafür. Auch andere jüngst veröffentlichte Umfragen sehen die Austritts-Befürworter knapp vorne. (ls)

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