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Einwanderern soll nach dem Konzept des Vatikans ein „humanitärer Korridor“ geboten werden Foto: picture alliance/dpa

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Vatikan diskutiert Visa-Vergabe für Flüchtlinge

ROM. Der Präsident des päpstlichen Migrantenrates, Kardinal Antonio Maria Vegliò, hat die Europäer zu einem Kurswechsel in der Flüchtlingspolitik aufgerufen. Laut dem Kardinal stehe Europa in der Pflicht, „sich um die Flüchtlinge zu kümmern, weil es ein reicher Kontinent“ sei. „Wer nach Europa flieht, um ein besseres Leben zu suchen, braucht unsere Unterstützung.“

Vegliò reagierte damit auf ein Konzept von vier katholischen Priestern, die Papst Franziskus um einen sogenannten „humanitären Korridor“ gebeten hatten. Dieser soll Einwanderern die legale Einreise nach Europa ermöglichen. Dadurch werde ihnen die gefährliche illegale Überfahrt nach Europa erspart und somit Menschenschleppern das Geschäft vereitelt, argumentieren sie.

„Es ist zwar sehr schwer, das umzusetzen, doch wir können diese Idee auch nicht verwerfen. Auf jeden Fall werden wir als Kirchenvertreter daran arbeiten, Lösungswege vorzuschlagen!“, begründete Vegliò den Vorstoß der vier Geistlichen laut Domradio. Nach dem Plan sollen vatikanische Botschaften (Nuntiaturen) in Krisengebieten vatikanische Visa an Flüchtlinge vergeben. (cop)

Einwanderern soll nach dem Konzept des Vatikans ein „humanitärer Korridor“ geboten werden Foto: picture alliance/dpa
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