David Cameron im Wahlkampf
David Cameron im Wahlkampf: Klarer Sieg für die Konservativen Foto: picture alliance/empics

Unterhauswahlen

Triumph für Cameron / Farage nicht im Parlament

LONDON. Die Konservativen von Premierminister David Cameron sind aus den Wahlen für das britische Unterhaus als Sieger hervorgegangen. Nach Angaben der BBC können sie mit bis zu 329 der 650 Sitze rechnen, 22 mehr als 2010. Die sozialdemokratische Labour-Partei kann mit etwa 233 Sitzen rechnen (minus 25). Deren Parteichef Ed Miliband kündigte seinen Rücktritt an.

Die Liberaldemokraten, Camerons bisheriger Koalitionspartner, mußten schwere Verluste hinnehmen und kommen künftig statt auf 57 nur noch auf acht bis zehn Sitze. Die britische Unabhängigkeitspartei von Nigel Farage ist mit einem Abgeordneten im Parlament vertreten. Nigel Farage verlor seinen Wahlkreis knapp gegen seinen konservativen Gegenkandidaten (16.026 zu 18.838 Stimmen). Für den Fall seiner Niederlage hatte Farage seinen Rücktritt als Parteichef angekündigt und setzte dies am Freitag auch um.

Großer Erfolg für schottische Nationalisten

In Schottland stehen die Linksnationalisten der schottischen Nationalpartei vor einem großen Sieg. Der Partei gelang es, 56 der 59 schottischen Wahlkreise zu gewinnen. 2010 war die Partei nur in sechs Wahlkreisen erfolgreich. Sie gewann ihre Mandate vor allem auf Kosten der Sozialdemokraten.

Das britische Mehrheitswahlrecht sieht vor, daß nur der stärkste Kandidat in einem Wahlkreis ins Unterhaus einzieht. Laut den absoluten Zahlen kommen die Konservativen auf etwa 35 Prozent, Labour erreicht 31,7 Prozent. Ukip ist mit knapp 13 Prozent bei den absoluten Stimmen dritte Kraft. Die Liberaldemokraten verlieren fast zwei Drittel ihrer Wähler und kommen auf 7,5 Prozent.

Obwohl Cameron in Führung liegt, würde seine Partei nur über eine knappe absolute Mehrheit im Unterhaus verfügen. Für seine Wiederwahl hatte der Premierminister für 2017 eine Volksabstimmung über einen EU-Austritt versprochen. (ho)

David Cameron im Wahlkampf: Klarer Sieg für die Konservativen Foto: picture alliance/empics

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