Kampagne für die Südstaatenfahne
USA: Diskussion um die Südstaatenfahne picture-alliance/dpa
Nach Attentat in Charleston

Parlament von South Carolina stimmt gegen Südstaatenflagge

COLUMBIA. Der Senat des US-Bundesstaates South Carolina hat am Montag beschlossen, die Könföderierten-Flagge vom Kapitol der Hauptstadt Columbia einzuholen. Der Beschluß ist eine Reaktion auf den Mord an neun Schwarzen in einer Kirche in Charleston. Medienberichten zufolge stimmten 37 der 40 Senatoren gegen die Fahne. Die Abstimmung des Abgeordnetenhauses steht noch aus.

Die Schwarzen waren am 17. Juni in der A.M.E. Church in Charleston erschossen worden. Auf der Facebook-Seite des Attentäters war zu sehen gewesen, wie dieser die amerikanische Bundesflagge verbrennt und anschließend die Könföderierten-Flagge hißt. Auf seiner Jacke hatte er zudem die damaligen Flaggen der früheren Apartheidstaaten Südafrikas und Rhodesiens aufgenäht.

Südstaatenfahne sorgt in den USA für hitzige Debatten

Die Flagge der Konföderierten Staaten von Amerika ist in der amerikanischen Öffentlichkeit umstritten. Kritikern gilt sie als Symbol des Rassismus. Nach dem Attentat hatte Ex-Außenministerin Hillary Clinton erklärt, die Südstaatenfahne habe „keinen Platz in den USA“.

Die Ächtung der Südstaatenfahne ist in den USA nicht unumstritten. Der konservative Meinungsmacher Bill Kristol kritisierte, die Linken wollten „jede Spur von Respekt“ für den Süden tilgen. Vertreter der Gruppe „Söhne der konföderierten Veteranen“ warnten vor einer „kulturellen Säuberung“ und einer „Beleidigung des Andenkens an die Bürgerkriegsteilnehmer aus dem Süden“, berichtete die Mitteldeutsche Zeitung. (fl)

USA: Diskussion um die Südstaatenfahne picture-alliance/dpa

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