Superwahljahr
Kundgebung venetischer Sezessionisten (Sept. 2013) Foto: Independenza Veneta
Kundgebung venetischer Sezessionisten (Sept. 2013) Foto: Independenza Veneta

Online-Referendum
 

Unabhängigkeitsbestrebungen in Venedig nehmen zu

VENEDIG. Vom 17. bis zum 21. März können sich Einwohner der italienischen Region Venetien für ein Referendum registrieren lassen und online für eine Unabhängigkeit von Italien stimmen. Die Initiative geht von Autonomie-Befürwortern aus. Bis Dienstag haben sich einer Meldung des Giornale di Vicenza zufolge über 700.000 Venezianer für die Abstimmung angemeldet.

Angeblich seien fast 70 Prozent der Bürger für eine Abspaltung von Italien, behaupten die Befürworter der Unabhängigkeit. Ursache könnten die auf Rekordhöhe liegenden italienischen Staatsschulden sein. Die Initiative für das Referendum verspricht, die Abfuhr von Steuergeldern nach Italien sofort zu stoppen.

Abstimmung unverbindlich

Das Ergebnis der Abstimmung ist allerdings nicht verbindlich. Venetien würde von Rom nicht in die Souveränität entlassen. Inspiriert wurden die Venezianer jedoch durch die Separationsbestrebungen in Schottland, Katalonien, Südtirol – und nicht zuletzt auf der Krim.

Deutsche Medien widmen sich dieser Volksabstimmung nach Meinung eniger Zuschauer eher zurückhaltend. Der Nachrichtensender n-tv berichtet von zahlreichen Anrufen, Emails und Leserbriefen empörter Menschen, die mehr über dieses Referendum erfahren wollen. (ck/rg)

Kundgebung venetischer Sezessionisten (Sept. 2013) Foto: Independenza Veneta
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