DAMASKUS. Islamistische Rebellen haben im Nordwesten Syriens fast 200 alawitische Dorfbewohner ermordet. Nach Angaben von Human Rights Watch (HRW) handelte es sich dabei um eine geplante Aktion gegen die religiöse Minderheit, zu der auch Präsident Baschar al-Assad gehört. Das Massaker soll bereits Anfang August stattgefunden haben.
Der Angriff auf die Zivilisten deute darauf hin, daß die Zahl der Kriegsverbrechen in dem Land weiter zunehme, teilte HRW mit und sprach von einem „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Berichte über Massaker von Rebellen.
Dschihadisten enthaupteten Priester
So enthaupteten islamistische Assad-Gegner im Juni den Priester François Murad. Später veröffentlichten die Täter das Video der Hinrichtung im Internet. Darin ist zu sehen, wie die Terroristen nach dem Mord jubeln und lachen. Unter den Tätern befanden sich auch zahlreiche Personen, die nicht aus Syrien stammen.
Nach Expertenangaben sollen derzeit Zehntausende ausländische Dschihadisten in Syrien aktiv sein. Ihnen werden zahlreiche Verbrechen zur Last gelegt. Der Bundesnachrichtendienst warnte bereits im April vor einem zunehmenden Einfluß der Terrororganisation Al-Kaida in Syrien. (ho)