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Geschichtspolitik
 

Georgien will Stalin-Denkmal wieder aufstellen

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Die 2010 abgerissene Stalin-Statue vor dem Rathaus von Gori Foto: Wikimedia/Lane Nevares mit CC-Lizenz creativecommons.org/licenses/by-sa/1.0/deed.en

GORI. Georgien will die abgerissene Statue des früheren sowjetischen Diktators Josef Stalin wieder aufstellen. Das Denkmal soll am 21. Dezember, dem Geburtstag Stalins, in seiner Geburtsstadt Gori eingeweiht werden, sagte eine Sprecherin des georgischen Kulturministeriums am Dienstag nach einem Bericht der Nachrichtenagentur ap.

Die Statue war 2010 im Zuge der von Präsident Michail Saakaschwili eingeleiteten Initiative zur Beseitigung sowjetischer Denkmäler entfernt worden. Im vergangenen Herbst verlor Saakschwilis Partei „Vereinte nationale Bewegung“ jedoch die Wahl gegen die Koalition um den Unternehmer und Milliardär Bidsina Iwanischwili („Georgischer Traum“). Als Premierminister verfolgt Iwanischwili einen pro-russischen Kurs. Saakaschwilis Amtszeit endet im Oktober.

Unter der Diktatur Stalins wurden zwischen 1927 und 1953 mehrere Millionen Menschen getötet. Sie starben in Gulags, durch kalkulierte Hungersnöte, Deportationen oder wurden in Schauprozessen verurteilt und hingerichtet. Die genaue Zahl der Todesopfer ist bis heute umstritten. Schätzungen bewegen sich zwischen drei bis zwanzig Millionen. Einige Historiker gehen davon aus, daß die Opferzahlen sogar noch höher sind. (krk)

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