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Steuergelder
 

EU verteidigt hohe Beamten-Gehälter

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Europaflagge: Trotz Euro-Krise mehr Gehalt für EU-Beamte Foto: WIkimedia/MPD01605 Lizenz: bit.ly/bHigIf

BRÜSSEL. Die Europäische Union hat Kritik an den hohen Gehältern ihrer Beamten zurückgewiesen. Europa sei angewiesen auf „gute Spezialisten, die den Konzerngiganten der Welt gegenübertreten können und den Top-Bankern, die mit absolut unvergleichbaren Gehältern nach Hause gehen“, sagte der Vizepräsident der EU-Kommission, Maroš Šefčovič, der Süddeutschen Zeitung.

Nur mit hohen Gehältern könne man die Besten bekommen, die zu kriegen seien, unterstrich Šefčovič. Scharfen Widerspruch erhob er gegen Pläne des britischen Premierministers David Cameron, den Verwaltungsetat der Union um zehn bis 15 Milliarden Euro zu reduzieren. Diese Zahlen seien „absolut außerirdisch“. Sollte dies umgesetzt werden, könne die Kommission „einpacken und nach Hause gehen“, warnte der EU-Vizepräsident.

Deutlich geringere Steuersätze für EU-Beamte

Die Diskussion um die hohen EU-Gehälter war entbrannt, nachdem eine schriftliche Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler an die Bundesregierung gezeigt hatte, daß zahlreiche EU-Beamte mehr verdienen als die Kanzlerin und zudem aufgrund zahlreicher Zuschläge netto mehr verdienen als brutto. Demnach liegt das Grundgehalt der knapp 45.000 Beamten zwischen 2.654 und 18.371 Euro. Etwa 5.000 von ihnen verdienen mehr als 10.000 Euro.

Hinzu kommen zahlreiche steuerfreie Zuschläge, so etwa Kinderzulagen, Haushaltszulagen und eine Auslandszulage von 16 Prozent. Zudem profitieren sie von deutlich niedrigeren Steuern und Sozialversicherungsabgaben.

Šefčovič bestritt die von der Bundesregierung genannten Zahlen: „Nach unseren Informationen stimmt das nicht.“ Kein Beamter in Brüssel verdiene mehr als die Kanzlerin. Erst im vergangenen Jahr war bekannt geworden, daß die EU-Beamten 2013 deutlich mehr Gehalt bekommen. So fällt eine bisher erhobene Sonderabgabe von 5,5 Prozent weg. Hinzu kommen noch einmal rückwirkend für 2011 und 2012 Gehaltserhöhungen von 1,7 Prozent und 1,6 Prozent. (ho)

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