Markus Krall Freiheit oder Untergang
Vitus Huonder
Vitus Huonder, der katholische Bischof von Chur Foto: Picture-Alliance/Keystone

Schweiz
 

Bischof brandmarkt die „Ideologie des Genderismus“

CHUR. Der katholische Bischof Vitus Huonder hat die feministische Gender-Ideologie in scharfen Worten kritisiert. In seinem Wort zum Tag der Menschenrechte (Dienstag, 10. Dezember) stellte er fest, die Kirche lehne den Genderismus ab, da es sich um einen „Angriff auf Ehe und Familie“ handele.

Das Oberhaupt des Bistums Chur in der Ostschweiz schreibt, viele seiner 686.000 Kirchenmitglieder seien „beunruhigt durch die staatliche Vereinnahmung ihrer Kinder zugunsten des Genderismus und durch die politische Infragestellung von Ehe und Familie“.

Zahlreiche Wissenschaftler widersprächen den sogenannten Gender-Studies, also der Lehre vom „sozialen Geschlecht“. Durch die angestrebte Gleichmacherei  diverser andersartiger sexueller Praktiken mit der Heterosexualität werde „dem Menschen die moralische Orientierung für den rechten Gebrauch seiner Freiheit genommen“. Zudem würden Männer einseitig als Täter stigmatisiert.

(Homo-)sexualisierung von Kindern

Die „(Homo-)Sexualisierung von Kindern“ durch Kindergärten und Schulen sei abzulehnen. Die Gender-Ideologie, die „totalitäre Züge“ angenommen habe, widerspräche den Menschenrechten. Am Ende forderte der Bischof die Gläubigen auf, ihre Rechte wahrzunehmen, um die Würde des Menschen vor den Ideologen zu verteidigen.

Die Äußerungen werden in der Schweiz breit diskutiert. Politiker und Angehörige von Homosexuellen-Lobbyorganisationen geißelten das Bischofswort als Kreuzzug gegen Schwule. So kritisiert Rolf Trechsel, Vorstandsmitglied der Schwulenorganisation Pink Cross, laut NZZ, von den Einlassungen Huonders zum Gender-Konzept stimme „so ziemlich nichts“ und „bei einer Diskussion mit Fachleuten würde der gute Bischof schlecht aussehen“. (rg)

Vitus Huonder, der katholische Bischof von Chur Foto: Picture-Alliance/Keystone
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