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Bundesanwaltschaft ermittelt
 

Islamisten rufen zum Mord an Pro-NRW-Mitgliedern auf

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Morddrohungen gegen Pro NRW: Behörden sind besorgt Foto: Videoausschnitt JF

BERLIN. Nach den Morddrohungen radikaler Islamisten gegen Mitglieder von Pro NRW hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen. Bereits zuvor hatten sich deutsche Sicherheitsbehörden besorgt über den mittlerweile von der Internetplattform Youtube gelöschten Film gezeigt. „Wir kennen das Video und nehmen es ernst“, sagte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums der taz. Seit den Demonstrationen von Pro NRW kochten die Emotionen in der islamistischen Szene in Deutschland über.

In dem am Wochenende im Internet veröffentlichten Film, der der JUNGEN FREIHEIT vorliegt, ruft der aus Bonn stammende Islamist Yassin Chouka zum Mord an Pro-NRW-Mitgliedern auf. Diese müßten „alle getötet“ werden. Zuvor sollten die Muslime die Arbeitsplätze und Wohnorte der Opfer ausspähen.

Durch das Zeigen von islamakritischen Karikaturen auf Pro-Veranstaltungen sei der „Prophet“ Mohammed beleidigt und verhöhnt worden, rechtfertigten die Islamisten ihren mit Koranversen unterlegten Tötungsaufruf. Dies müßten Muslime rächen, sagte Chouka, der sich selbst Abu Ibraheem nennt und sich angeblich in Pakistan aufhalten soll. Auch die Mitarbeiter des „von Juden gesteuerten Spiegels“ und anderer Zeitungen, welche die Mohammed-Karikaturen gezeigt hatten, sollten den Tod finden.

Kriegserklärung an Deutschland

Chouka kündigte an, die Terrororganisation „Islamische Bewegung Usbekistan“ habe ihre Kriegserklärung an Deutschland angesichts dieser Ereignisse ausgeweitet. Pro NRW werde in den Plänen nun künftig stärker berücksichtigt. Die Koranverteilung durch gewaltbereite Salafisten hatte der Islamist dabei als „gewaltige Gnade“ für die Deutschen bezeichnet. Diese wären so in den Genuß der „Barmherzigkeit“ des Islams gekommen.

 Der stellvertretende Vorsitzende von Pro Deutschland, Lars Seidensticker, der die Demonstrationen, auf denen die Karikaturen gezeigt wurden, mitorganisiert hatte, zeigte sich gegenüber der JF besorgt über die Morddrohungen. Er nehme diese sehr ernst und habe dazu auch schon Kontakt mit dem Landeskriminalamt in Berlin aufgenommen.

Nach JF-Informationen wurden bereits nach den Salafistenausschreitungen in Bonn, bei denen zwei Polizisten durch Messerstiche schwer verletzt wurden, Pro-NRW-Anhänger vom Bundeskriminalamt auf Anschlagspläne von Islamisten aus Großbritannien und den Niederlanden aufmerksam gemacht. Die Beamten rieten einem Betroffenen, seinen Wohn- und Arbeitsplatz zu wechseln. Zudem wurde für dessen Wohnort eine verstärkte Polizeipräsenz angeordnet. (ho)

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