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SVP: Weniger Ausländer, weniger Kernkraft

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SVP: Das Kernkraftwerk Muehleberg wäre ohne Zuwanderer überflüssig Foto: Roland Zumbühl/wikipedia.de

BERN. Der SVP-Vorsitzende Toni Brunner hat vorgeschlagen, den Energiebedarf der Schweiz über Zuwanderungsbeschränkungen zu drosseln. Man müsse Alternativen zur Kernenergie diskutieren. „Geht die Einwanderung so ungebremst weiter wie bisher, kommen wir nicht um den Bau neuer Kernkraftwerke herum“, sagte Brunner in der Zeitung Der Sonntag.

Seit 2007 seien 320.000 Personen in die Schweiz eingewandert. Ein Anstieg der Bevölkerung um 100.000 Personen erhöhe den Energiebedarf um rund eine Milliarde Kilowattstunden, betonte der SVP-Nationalrat Walter Wobmann.

Bisherige Energiepolitik infrage gestellt

Ohne Zuwanderung könnte man auf das umstrittene Atomkraftwerk Mühleberg verzichten, das jährlich rund drei Milliarden Kilowattstunden Strom produziert, so Wobmann, der in der parteiinternen Kommission „Asyl und Ausländer“ an einer Einwanderungsbremse mitarbeitet.

Der Energieexperte der SVP, Hans Killer, kritisierte, daß die bisherige Energiepolitik der Schweiz infrage gestellt werde. „Es geht nicht an, über den Ausstieg aus der Kernenergie zu reden und gleichzeitig weiter Klimaschutz betreiben zu wollen, als wäre nichts gewesen“, sagte Killer. (cs)

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