Euro-Krise
 

Finnlands Außenminister gegen Beteiligung an Rettungspaket

Erkki_Tuomioja
Finnlands Außenminister Erkki Tuomioja (SDP) ist gegen eine Beteiligung seines Landes am Rettungspaket für Griechenland Foto: Wikipedia/Jni

HELSINKI. Der finnische Außenminister Erkki Tuomioja (SDP) hält eine Beteiligung seines Landes am EU-Rettungspaket für Griechenland nicht für notwendig. Die Maßnahmen seien auch ohne die finanzielle Unterstützung Finnlands möglich, schrieb der sozialdemokratische Politiker am Mittwoch in seinem Blog.

Drohungen, die finnische Landwirtschaft werde die EU-Subventionen verlieren, oder die Panikmache vor einer neuen Finanzkrise seien lediglich politische Meinungsmache. Da müsse man gelassen bleiben und dürfe sich nicht verrückt machen lassen. Finnland könne statt dessen stolz darauf sein, daß nun auch in anderen Euro-Staaten über den Sinn der aktuellen Rettungsmaßnahmen diskutiert werde.

„Finnische Position war seit dem Frühjahr bekannt“

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, daß die finnische Regierung sich für ihre Beteiligung am zweiten, 109 Milliarden schweren Griechenland-Rettungspakt von Athen einen Pfand zusichern lassen hatte. Mehrere EU-Mitgliedsstaaten hatten die finnische Vorgehensweise daraufhin kritisiert.

Diesen entgegnet Tuomioja, Finnland habe bereits seit dem Frühjahr darauf hingewiesen, daß man bei weiteren Rettungsmaßnahmen für Griechenland Sicherheiten verlangen werde. „Wenn diejenigen, die diese Abmachung nun als unmöglich empfinden, das Rettungspaket unbedingt wollen, können sie es ja auch ohne Finnland realisieren,“ so Tuomioja. (am/krk)

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