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Südtirol
 

FPÖ fordert Entfernung faschistischer Relikte in Südtirol

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„Siegesdenkmal“ in Bozen (1928): „Italianität Südtirols künstlich vorgaukeln“ Foto: Wikimedia Commons/Moroder

WIEN. Die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) hat mit einer neuen Initiative die Entfernung faschistischer Relikte in Südtirol gefordert. Dies betreffe vor allem die immer noch im Land befindlichen Denkmäler zur Verherrlichung des Diktators Benito Mussolini.

Diese spiegelten einen „untragbaren Zustand“ wider, so der Südtirolsprecher der Partei, Werner Neubauer in einer Pressemitteilung. Durch solche Relikte wie etwa das Mussolini-Relief am Finanzgebäude oder das „Siegesdenkmal“ in Bozen werde „die ladinische und deutsche Bevölkerung nach wie vor permanent provoziert“, kritisierte der österreichische Nationalrats-Abgeordnete.

Schutzmachtfunktion Österreichs

Seine Partei lehne in diesem Zusammenhang auch die Übernahme der unter Mussolini eingeführten künstlichen faschistischen Flurnamen in die Wanderwege-Beschilderung ab. „Deren Zweck war es und ist, eine Italianität Südtirols künstlich vorzugaukeln, um so weitere Italianisierungs-Maßnahmen zu rechtfertigen“, erklärte Neubauer weiter. 

Er appellierte an die österreichische Bundesregierung, die Schutzmachtfunktion Österreichs für Südtirol endlich wahrzunehmen und kündigte an, notfalls eine Klage beim Europäischen Gerichtshof einzureichen. (vo)

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