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Steuergeld für „Spray-Athen“

E rst im April hatte der in Berlin stattfindende „Anti-Graffiti-Kongreß“ die Politik mobilisieren können, schärfer gegen öffentliche Schmierereien vorzugehen, denn jährlich entstehen allein in der Hauptstadt Schäden von über fünfzig Millionen Euro. Bundesinnenminister Otto Schily wollte sogar Hubschrauber starten lassen, die gegen Sprayer vorgehen sollten. Ab dem 19. August dürften nach diesem Konzept die Rotoren kaum mehr stillstehen. Dann findet nämlich in „Spray-Athen“ das achtwöchige „Street-Art-Festival Backjumps“ statt, zu dem viele Vertreter der internationalen Graffiti-Szene erwartet werden. „Diesmal soll verstärkt der öffentliche Raum als Arbeitsfläche dienen“, kündigt das aus der Berliner Graffiti-Zeitschrift Backjumps hervorgegangene Projekt verheißungsvoll an. Pikanterweise wird das Spektakel vom „Kunstraum Kreuzberg/Bethanien“ ausgerichtet, welches durch Christina Weiss‘ Kulturstiftung des Bundes gefördert wird. Doch damit nicht genug: Auch die notorisch klamme Hauptstadt schießt zu dem Graffiti-Event noch 35.000 Euro aus dem Hauptstadtkulturfonds hinzu. Der zuständige PDS-Kultursenator wies alle Proteste von CDU und des Vereins „Nofitti“ zurück. „Es gibt keinen Grund, nicht zu der Förderzusage aus dem Juni 2004 zu stehen“, ließ Thomas Flierl ausrichten. Nun bleibt nur noch die Finanzierung des Kerosins für Schilys Luftflotte ungeklärt.

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