Markus Krall Freiheit oder Untergang

 

„Radikaler Bruch mit Traditionen“

Herr Range, die Bundeswehr hat in den vergangenen Monaten mit mehreren Veranstaltungen ihren 50. Geburtstag gefeiert. Welchen Eindruck haben diese Feierlichkeiten auf Sie gemacht?

Range: Die Eindrücke sind gedämpft und verhalten. Die Bundesrepublik hat wieder einmal gezeigt, daß sie leider nicht in der Lage ist, sich selbst dem Anlaß entsprechend in einem großem Stil zu feiern. Nach der Auftaktveranstaltung im Berliner Zeughaus am 7. Juni war lediglich der im Fernsehen übertragene Große Zapfenstreich vor dem Reichstag am 26. Oktober für die Öffentlichkeit wahrnehmbar. Allerdings konnten nur 4.000 handverlesene Gäste in einem weiträumig abgesperrten Gehege den Zapfenstreich direkt verfolgen. Nahezu zeitgleich feierte übrigens in Wien das österreichische Bundesheer ebenfalls seinen 50. Jahrestag: Hier waren etwa eine Million Menschen dabei, um die Parade und die sogenannte Leistungsschau zu erleben. Der Veranstaltungsreigen in Deutschland fand seinen Abschluß am eigentlichen Bundeswehr-Geburtstag, dem 12. November. In Bordenau, dem Geburtsort von Scharnhorst, wurde ein feierliches Gelöbnis zelebriert, und das war es.

Sie haben anläßlich des Bundeswehrjubiläums ein Buch herausgegeben, das den Titel "Die geduldete Armee" trägt. Fühlen Sie sich durch die Zurückhaltung bei den Feierlichkeiten in Ihrem Urteil bestätigt?

Range: Mit Sicherheit. Es wurde wieder deutlich, was die Bundeswehr seit Aufstellungsbeginn 1955/56 begleitet: Die Armee gleicht einem unehelichen Kind, das von niemanden so richtig gewünscht wird. Es ist zwar da, aber man geniert sich. Viele Bürger, und übrigens auch zahlreiche ehemalige Soldaten, distanzieren sich.

Wie hätten die Feiern nach Ihren Vorstellungen aussehen müssen?

Range: Ich möchte an die Verabschiedung von Bundeskanzler Konrad Adenauer im Jahr 1963 erinnern: Damals gab es eine große Feldparade der Bundeswehr. Zum 50. Geburtstag wäre es angebracht gewesen, in der Hauptstadt Berlin für die Bevölkerung eine Parade – ähnlich wie dies bis zum Fall der Mauer die westalliierten Streitkräfte regelmäßig taten – stattfinden zu lassen. Die Bundeswehr hätte damit der Bevölkerung eindrucksvoll demonstriert, daß sie zu deren Schutz aufgestellt worden ist und von ihr getragen wird, indem sie ihre Soldaten und Waffensysteme präsentiert. In Paris, London oder Wien ist dies problemlos möglich, und Deutschland hätte damit auch international einen normalen, unverkrampften Umgang mit den Streitkräften gezeigt.

Trotz schärfster Sicherheitsvorkehrungen gab es am Rande des Großen Zapfenstreichs Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und der Polizei. Glauben Sie, eine öffentliche Militärparade ließe sich im heutigen Deutschland überhaupt durchsetzen?

Range: Dies ist eine Frage von Charakterstärke. Wenn die politische und militärische Spitze gewillt ist, eine solche Feier für das Volk zu veranstalten, dürfte dies kein Problem sein. Die Masse der Bevölkerung steht der Bundeswehr und ihren Soldaten recht teilnahmslos und desinteressiert gegenüber. Aufgabe der Bundeswehrspitze hätte es sein müssen, durch eine würdige Veranstaltung klarzumachen, daß die Armee die Freiheit aller Bürger schützt und als Wehrpflichtarmee ein wichtiger Teil der Souveränität Deutschlands ist. Leider findet aber seit Jahren in der Bundeswehr eine Revolution statt mit dem Trend zur "Entmilitarisierung". Hierzu gehört vor allem ein an Radikalität kaum zu überbietender Bruch mit der Überlieferung soldatischer Traditionen, zu denen natürlich auch Paraden gehören.

In der Bundeswehr wird häufig die Meinung vertreten, die Bundeswehr könne ihre Traditionen mittlerweile aus sich selbst heraus beziehen.

Range: Die Bundeswehr hat es bis heute nicht vermocht, eine eigene Tradition zu begründen. Vielmehr wurde durch laufende Umbenennungen und Auflösungen von Truppenteilen den Soldaten das "Heimatgefühl" geraubt. Gleichzeitig wird vermehrt ausgeblendet, daß die Bundeswehr wie die Reichswehr und Wehrmacht ein Glied in einer 300jährigen Traditionskette ist. So ist das Symbol der Bundeswehr, das Eiserne Kreuz, bereits 1813 gestiftet worden. Und auch die zwar abnehmende, aber noch existierende Auftragstaktik stammt aus der preußischen Armee. Vergessen gemacht werden soll, daß etwa 40.000 ausgewählte ehemalige Wehrmachtssoldaten die Bundeswehr aufgebaut haben. Ihre Kriegserfahrungen wurden in der Bundswehr wie in der Nato hoch geschätzt. Gerade in den heutigen Auslandseinsätzen, wo es um Leben und Tod gehen kann, benötigen die jungen Soldaten Vorbilder, die sich in Krisen- und Kriegszeiten bewährt haben. In Krisenlagen ist der Geist der Truppe entscheidend. Die Soldaten schöpfen für ihr eigenes Handeln Kraft aus Vorbildern. Eine Armee, die kein starkes, in Traditionen verankertes Wurzelwerk hat, verkommt zum Treibgut.

Als der damalige Verteidigungsminister Peter Struck Anfang des Jahres den Namen des Jagdfliegers Werner Mölders aus der Bundeswehr tilgen ließ, regte sich unter den Soldaten Protest gegen die politische Führung. Hat hier ein Umdenken stattgefunden?

Range: Nein, im Gegenteil. Dieser Tage hat der Luftwaffenrat unter Vorsitz des Luftwaffeninspekteurs Generalleutnant Klaus Peter Stieglitz beschlossen, an der Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck alle Straßen, die nach bewährten Fliegern des Ersten und Zweiten Weltkrieges benannt sind, zu tilgen. Am 1. April, dem Tag, an dem die Luftwaffe dort ihren 50. Geburtstag feiern will, soll nichts mehr an die im Krieg bewährten und von den einstigen Gegnern oft hochgeachteten Fliegerasse erinnern.

Wie schätzen Sie den Zustand der Armee nach sieben Jahren Rot-Grün ein?

Range: Vor allem für das innere Gefüge war die rot-grüne Regierungszeit verheerend. Dies betrifft sowohl das handwerkliche Können der Soldaten wie den geistigen Zustand des Führerkorps.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Range: In der politischen wie militärischen Führung müßten die Alarmglocken schrillen: Der Zustand des sogenannten Offizierskorps, das längst keines mehr ist, ist besorgniserregend. Denn in Kürze soll es wieder eine "Aktion goldener Handschlag" geben, bei der rund 3.000 Spitzenkräfte die Bundeswehr frühzeitig verlassen sollen. Die Zahl der ausscheidungswilligen Offiziere ist aber etwa doppelt so hoch. Daß viele Führungskräfte freiwillig gehen wollen, zeigt, daß dies nicht mehr "ihre Bundeswehr" ist. Bislang scheint auf dieses dramatische Signal aber niemand in der Bundeswehrspitze zu reagieren.

Erwarten Sie von der neuen Bundesregierung Änderungen?

Range: Die nötigen Veränderungen an Haupt und Gliedern wird es wohl nicht geben. "Weiter so", heißt die Devise, und die scheinbar wichtigste Aufgabe scheint die Sicherstellung der Auslandseinsätze zu sein. Wie sinnvoll diese sind, meist nicht vorhandene politische Konzepte in den Krisengebieten mit militärischen Mitteln zu überbrücken, wird gar nicht ernsthaft debattiert. Das Versagen der Politik beispielsweise auf dem Balkan wird verdrängt. Leidtragende sind die Soldaten. Der Truppe wird seit langem eine extreme Überforderung zugemutet. Die Fürsorgepflicht der Spitzenmilitärs, diese Belastungen zu reduzieren, ist stark verkümmert. Die sich sehr opportunistisch und karriereorientiert verhaltende Spitzengeneralität hat bislang nicht die Kraft besessen, der Politik die Grenzen des Machbaren aufzuzeigen.

Fehlt der Bundeswehrführung der "Schneid", sich gegen die politische Führung durchzusetzen?

Range: Von Ausnahmen abgesehen, sind viele der etwa 220 Generale und Admirale sehr abgeschliffene, gleichförmige Köpfe. Als Berufssoldaten kennen sie besser als alle Politiker die einzigartigen Wesenszüge einer Armee. Sie sind aber zu feige, gegenüber der Politik deutlich zu machen, wo die an die Truppe gestellten Anforderungen nicht mehr erfüllbar oder sinnvoll sind. Statt dessen wird vieles schöngeredet. Viele dieser Offiziere versuchen mittlerweile, sich auf Kosten der Truppe selbst zu profilieren.

Clemens Range (50) ist Journalist und arbeitete für die "Welt am Sonntag", das "Westfalenblatt" und als Leitender Redakteur bei der Tageszeitung "Die Welt". 2003 gründete er die Kommunikationsagentur Translimes Media, deren Inhaber er ist. Daneben hat der Oberstleutnant der Reserve mehrere militärwissenschaftliche Bücher veröffentlicht, zuletzt "Die geduldete Armee, 50 Jahre Bundeswehr" (Verlag Translimes Media GmbH, Berlin 2005).

Foto: Großer Zapfenstreich vor dem Reichstag: "Eine Frage von Charakterstärke"

Herr Range, die Bundeswehr hat in den vergangenen Monaten mit mehreren Veranstaltungen ihren 50. Geburtstag gefeiert. Welchen Eindruck haben diese Feierlichkeiten auf Sie gemacht?

Range: Die Eindrücke sind gedämpft und verhalten. Die Bundesrepublik hat wieder einmal gezeigt, daß sie leider nicht in der Lage ist, sich selbst dem Anlaß entsprechend in einem großem Stil zu feiern. Nach der Auftaktveranstaltung im Berliner Zeughaus am 7. Juni war lediglich der im Fernsehen übertragene Große Zapfenstreich vor dem Reichstag am 26. Oktober für die Öffentlichkeit wahrnehmbar. Allerdings konnten nur 4.000 handverlesene Gäste in einem weiträumig abgesperrten Gehege den Zapfenstreich direkt verfolgen. Nahezu zeitgleich feierte übrigens in Wien das österreichische Bundesheer ebenfalls seinen 50. Jahrestag: Hier waren etwa eine Million Menschen dabei, um die Parade und die sogenannte Leistungsschau zu erleben. Der Veranstaltungsreigen in Deutschland fand seinen Abschluß am eigentlichen Bundeswehr-Geburtstag, dem 12. November. In Bordenau, dem Geburtsort von Scharnhorst, wurde ein feierliches Gelöbnis zelebriert, und das war es.

Sie haben anläßlich des Bundeswehrjubiläums ein Buch herausgegeben, das den Titel "Die geduldete Armee" trägt. Fühlen Sie sich durch die Zurückhaltung bei den Feierlichkeiten in Ihrem Urteil bestätigt?

Range: Mit Sicherheit. Es wurde wieder deutlich, was die Bundeswehr seit Aufstellungsbeginn 1955/56 begleitet: Die Armee gleicht einem unehelichen Kind, das von niemanden so richtig gewünscht wird. Es ist zwar da, aber man geniert sich. Viele Bürger, und übrigens auch zahlreiche ehemalige Soldaten, distanzieren sich.

Wie hätten die Feiern nach Ihren Vorstellungen aussehen müssen?

Range: Ich möchte an die Verabschiedung von Bundeskanzler Konrad Adenauer im Jahr 1963 erinnern: Damals gab es eine große Feldparade der Bundeswehr. Zum 50. Geburtstag wäre es angebracht gewesen, in der Hauptstadt Berlin für die Bevölkerung eine Parade – ähnlich wie dies bis zum Fall der Mauer die westalliierten Streitkräfte regelmäßig taten – stattfinden zu lassen. Die Bundeswehr hätte damit der Bevölkerung eindrucksvoll demonstriert, daß sie zu deren Schutz aufgestellt worden ist und von ihr getragen wird, indem sie ihre Soldaten und Waffensysteme präsentiert. In Paris, London oder Wien ist dies problemlos möglich, und Deutschland hätte damit auch international einen normalen, unverkrampften Umgang mit den Streitkräften gezeigt.

Trotz schärfster Sicherheitsvorkehrungen gab es am Rande des Großen Zapfenstreichs Auseinandersetzungen zwischen Randalierern und der Polizei. Glauben Sie, eine öffentliche Militärparade ließe sich im heutigen Deutschland überhaupt durchsetzen?

Range: Dies ist eine Frage von Charakterstärke. Wenn die politische und militärische Spitze gewillt ist, eine solche Feier für das Volk zu veranstalten, dürfte dies kein Problem sein. Die Masse der Bevölkerung steht der Bundeswehr und ihren Soldaten recht teilnahmslos und desinteressiert gegenüber. Aufgabe der Bundeswehrspitze hätte es sein müssen, durch eine würdige Veranstaltung klarzumachen, daß die Armee die Freiheit aller Bürger schützt und als Wehrpflichtarmee ein wichtiger Teil der Souveränität Deutschlands ist. Leider findet aber seit Jahren in der Bundeswehr eine Revolution statt mit dem Trend zur "Entmilitarisierung". Hierzu gehört vor allem ein an Radikalität kaum zu überbietender Bruch mit der Überlieferung soldatischer Traditionen, zu denen natürlich auch Paraden gehören.

In der Bundeswehr wird häufig die Meinung vertreten, die Bundeswehr könne ihre Traditionen mittlerweile aus sich selbst heraus beziehen.

Range: Die Bundeswehr hat es bis heute nicht vermocht, eine eigene Tradition zu begründen. Vielmehr wurde durch laufende Umbenennungen und Auflösungen von Truppenteilen den Soldaten das "Heimatgefühl" geraubt. Gleichzeitig wird vermehrt ausgeblendet, daß die Bundeswehr wie die Reichswehr und Wehrmacht ein Glied in einer 300jährigen Traditionskette ist. So ist das Symbol der Bundeswehr, das Eiserne Kreuz, bereits 1813 gestiftet worden. Und auch die zwar abnehmende, aber noch existierende Auftragstaktik stammt aus der preußischen Armee. Vergessen gemacht werden soll, daß etwa 40.000 ausgewählte ehemalige Wehrmachtssoldaten die Bundeswehr aufgebaut haben. Ihre Kriegserfahrungen wurden in der Bundswehr wie in der Nato hoch geschätzt. Gerade in den heutigen Auslandseinsätzen, wo es um Leben und Tod gehen kann, benötigen die jungen Soldaten Vorbilder, die sich in Krisen- und Kriegszeiten bewährt haben. In Krisenlagen ist der Geist der Truppe entscheidend. Die Soldaten schöpfen für ihr eigenes Handeln Kraft aus Vorbildern. Eine Armee, die kein starkes, in Traditionen verankertes Wurzelwerk hat, verkommt zum Treibgut.

Als der damalige Verteidigungsminister Peter Struck Anfang des Jahres den Namen des Jagdfliegers Werner Mölders aus der Bundeswehr tilgen ließ, regte sich unter den Soldaten Protest gegen die politische Führung. Hat hier ein Umdenken stattgefunden?

Range: Nein, im Gegenteil. Dieser Tage hat der Luftwaffenrat unter Vorsitz des Luftwaffeninspekteurs Generalleutnant Klaus Peter Stieglitz beschlossen, an der Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck alle Straßen, die nach bewährten Fliegern des Ersten und Zweiten Weltkrieges benannt sind, zu tilgen. Am 1. April, dem Tag, an dem die Luftwaffe dort ihren 50. Geburtstag feiern will, soll nichts mehr an die im Krieg bewährten und von den einstigen Gegnern oft hochgeachteten Fliegerasse erinnern.

Wie schätzen Sie den Zustand der Armee nach sieben Jahren Rot-Grün ein?

Range: Vor allem für das innere Gefüge war die rot-grüne Regierungszeit verheerend. Dies betrifft sowohl das handwerkliche Können der Soldaten wie den geistigen Zustand des Führerkorps.

Können Sie ein Beispiel nennen?

Range: In der politischen wie militärischen Führung müßten die Alarmglocken schrillen: Der Zustand des sogenannten Offizierskorps, das längst keines mehr ist, ist besorgniserregend. Denn in Kürze soll es wieder eine "Aktion goldener Handschlag" geben, bei der rund 3.000 Spitzenkräfte die Bundeswehr frühzeitig verlassen sollen. Die Zahl der ausscheidungswilligen Offiziere ist aber etwa doppelt so hoch. Daß viele Führungskräfte freiwillig gehen wollen, zeigt, daß dies nicht mehr "ihre Bundeswehr" ist. Bislang scheint auf dieses dramatische Signal aber niemand in der Bundeswehrspitze zu reagieren.

Erwarten Sie von der neuen Bundesregierung Änderungen?

Range: Die nötigen Veränderungen an Haupt und Gliedern wird es wohl nicht geben. "Weiter so", heißt die Devise, und die scheinbar wichtigste Aufgabe scheint die Sicherstellung der Auslandseinsätze zu sein. Wie sinnvoll diese sind, meist nicht vorhandene politische Konzepte in den Krisengebieten mit militärischen Mitteln zu überbrücken, wird gar nicht ernsthaft debattiert. Das Versagen der Politik beispielsweise auf dem Balkan wird verdrängt. Leidtragende sind die Soldaten. Der Truppe wird seit langem eine extreme Überforderung zugemutet. Die Fürsorgepflicht der Spitzenmilitärs, diese Belastungen zu reduzieren, ist stark verkümmert. Die sich sehr opportunistisch und karriereorientiert verhaltende Spitzengeneralität hat bislang nicht die Kraft besessen, der Politik die Grenzen des Machbaren aufzuzeigen.

Fehlt der Bundeswehrführung der "Schneid", sich gegen die politische Führung durchzusetzen?

Range: Von Ausnahmen abgesehen, sind viele der etwa 220 Generale und Admirale sehr abgeschliffene, gleichförmige Köpfe. Als Berufssoldaten kennen sie besser als alle Politiker die einzigartigen Wesenszüge einer Armee. Sie sind aber zu feige, gegenüber der Politik deutlich zu machen, wo die an die Truppe gestellten Anforderungen nicht mehr erfüllbar oder sinnvoll sind. Statt dessen wird vieles schöngeredet. Viele dieser Offiziere versuchen mittlerweile, sich auf Kosten der Truppe selbst zu profilieren.

Clemens Range (50) ist Journalist und arbeitete für die "Welt am Sonntag", das "Westfalenblatt" und als Leitender Redakteur bei der Tageszeitung "Die Welt". 2003 gründete er die Kommunikationsagentur Translimes Media, deren Inhaber er ist. Daneben hat der Oberstleutnant der Reserve mehrere militärwissenschaftliche Bücher veröffentlicht, zuletzt "Die geduldete Armee, 50 Jahre Bundeswehr" (Verlag Translimes Media GmbH, Berlin 2005).

Foto: Großer Zapfenstreich vor dem Reichstag: "Eine Frage von Charakterstärke"

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