Weiter so, Ronny

Monstergeil!!“ schreibt „arihamelech“. „Tränen feeling, was für ein nachdenklicher Text. Genial, weiter so“, meint „ichhier“, und „MondFuchs“ findet es „schade, daß dieses Lied nicht mehr Leute anhören“. „Echt geiles Lied! Weiter so Ronny!“ erklärt er im Kommentar zu Ronny Trettmanns „Großvater“-Video auf youtube.com. Und was der 27jährige Reggae-Dancehall Sänger mit seinem sächsischen Akzent da mit „Großvater“ „perförmt“, ist beachtlich. Anders als die Brutalo-Performer von Aggro Berlin schlägt der im damaligen Karl-Marx-Stadt Geborene nachdenkliche Töne an. „Wenn Großvater erzählt, wird es spät, denn er hat soviel erlebt“, rappt 27jährige und legt den Finger in die Wunde: „Keiner hat ihn je gefragt, keiner wollte ihm zuhör’n. Doch die Erinnerung kann man nicht zerstör’n.“ Und Großvaters Erinnerungen wiegen schwer. Er erzählt vom Krieg, Tod, Kriegsgefangenschaft und vom Verlust der Heimat. Ebenso Großmutter, die die Nazis als Verbrecherbande sah und in Dresden überlebte, als die „Stadt lichterloh brannte“. „Kein Thema ist ihm zu heikel, keine Herausforderung zu groߓ, loben die Leute vom Label Phlatline Sound Productions, und der Chemnitzer unterstreicht sein Credo: „Persönliche Erfahrung ist, was die Leute interessiert“ – besser, als „irgendwelche Lyrics zu erfinden“.

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