Multikulti-Tralala

Popstar der nationalen Szene“ nennt ihn die Wiener Presse und berichtet etwas süffisant über einen Wahlkampfauftritt Heinz-Christian („HC“) Straches am Neusiedler See. Von bundesrepublikanischem Desinteresse und Politikverdrossenheit keine Spur. Stattdessen „streiten sich Teenager-Mädchen“ darum, wer den Spitzenkandidaten der FPÖ zur österreichischen Nationalratswahl „zuerst für ein Foto vereinnahmen darf“. Ja, so die Presse weiter, „sie himmeln ihn an, den Popstar der nationalen Szene, der bereitwillig jeden noch so ausgefallenen Wunsch erfüllt. ‘So fesch’ sei er, kann eine Schülerin ihr Glück kaum fassen.“ HC hat halt Schmäh, nutzt ihn entsprechend und macht der in die Jahre gekommenen Popart-Ikone Che Guevara, die noch auf so manchem Leibchen prangt, Konkurrenz. Doch gibt der Wiener „Sozialrebell“ nicht nur sein Konterfei für Damen- und Herren-T-Shirts zum Besten, sondern rappt mal wieder was das Zeug hält (www.hcstrache.at/08). „HC! Viva HC! Wir wollen HC! Adios Che!“ heißt es dann auch besonders rockig im Chor, und MC „HC StraCHE“ schwärmt von „Gerechtigkeit“, „disst“ Bruno Kreiskys „Verräter“-Erben und wettert über all das „Multikulti Tralala“ und die „Weltfremden und Links-Chaoten — die das eigne Volk ausbooten“.

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