Echt arm

Gustav Seibt schreibt in der Süddeutschen Zeitung, es gebe ein neues deutsches Desinteresse an Italien. Die deutsche Liebe zu Italien — prominent spätestens seit Goethe — sei erkaltet. Und der Grund sei die neue Regierung in Rom. Wie kann jemand nur so einen Stuß verzapfen? Wer wegen Berlusconi Italien nicht mehr mag, dem ging es nie um Land und Leute. Diese Grundhaltung des SZ-Mitarbeiters erinnert stark an Wolfgang Leonhard, der in „Die Revolution entläßt ihre Kinder“ seine stalinistische Kindheit schildert. Schon im zarten Knabenalter lernte er, alles — selbst den kleinsten Fliegenschiß — politisch zu betrachten. So oder so ähnlich ticken auch viele politische Journalisten, die wie Seibt Italien jetzt nur noch negativ sehen, weil ihnen die politische Führung nicht paßt. Es ist kein Zufall, daß das die gleichen Redakteure sind, die Amerika heute wegen Bush verdammen, nachdem sie unter Clinton des Lobes für das US-Wirtschaftswunder voll waren. Diese Leute verteilen wahrscheinlich auch ihre Sympathie beim eher unpolitischen Eurovision Song Contest aufgrund von politischen Konstellationen. Echt arm.

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