Kims Gespür für Großes

Jugendlicher zu sein, ist schwierig. Eine Zukunft mit Hartz IV als Erwerbsquelle, einer Kanzlerin Angela Merkel und Pickeln im Gesicht ist nicht gerade rosig. Allerdings gibt es Orte auf der Welt, die noch schlechter regiert werden als Deutschland: Nordkorea zum Beispiel. Das soll sich jetzt ändern. Das Land richtet ein großes Musikfestival unter dem Namen „Rock for Peace“ aus. Veranstalter ist Jean-Baptiste Kim, ein in England lebender Franzose, der in Nordkorea geboren wurde. Sein Ziel ist es, das lausige Bild des Staates aufzuwerten. Die auftretenden Bands sollen auf die Verherrlichung von Drogen, Gewalt und Sex verzichten. Kritik am Sozialismus ist auch nicht erwünscht, dafür ist ein Schimpfen über George W. Bush wohl um so mehr willkommen. Bisher haben 41 Bands aus 19 Ländern zugesagt. Vielleicht könnte Deutschland auch eine Abordnung schicken. In Frage käme Andy Borg mit seinem Musikantenstadl oder die Skorpions. Die haben schließlich auch schon für Gerhard Schröder gesungen.

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