ARD entdeckt den „Wunder-TÜV“

Wunder gibt es immer wieder“, das wußte schon Katja Ebstein. Jetzt gibt es sie – die Wunder, wohlgemerkt – am 28. April im Ersten zu sehen. Wer an eine Sendung über den (ausbleibenden) wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland gedacht hat, wurde hier bereits „ausgetrickst“. Dabei liegt der Gedanke nahe, wenn man den betreffenden Ankündigungstext liest. Dort heißt es: „Der ‚Wunder-TÜV‘ ist hart. Es geht vor allem darum, Dinge, die den Leuten als unerklärlich verkauft werden, transparent zu machen.“ Prima, denkt man sich, ist die Hauptsendezeit doch jener Platz, auf dem zuletzt brisant-politische Brennpunkt-Sendungen ausgestrahlt wurden, die das (welt-)politische Geschehen zu deuten versuchten. Statt „Brennpunkt“ heißt es „Ausgetrickst“ Ein Gedankenleser soll dort beispielsweise auftreten – schade, den würden wir lieber bei den Gedankengängen unserer wortgewaltigen Politiker in Anspruch nehmen. Ein anderer Gast soll telekinetische Fähigkeiten besitzen und Gegenstände durch die Luft gleiten lassen – Stichwort „Feinstaub“? In der experimentellen Unterhaltungssendung „Ausgetrickst – Die unglaubliche Show“ werden den Zuschauern von den Moderatoren Franklin (Weltmeister der Magie) und Franziska Schenk (Weltmeisterin im Eisschnellauf) übernatürliche Phänomene vorgeführt. Ein Prominenten-Team – bestehend aus dem unvermeidlichen Jörg Pilawa, Susanne Fröhlich und Jochen Busse – bildet dann den „Wunder-TÜV“, der versuchen soll, der Sache nachzugehen: eine Prüfung ohne Grund und mit (doppeltem) Boden?

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