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WiFi vs. HiFi

Herrschten einst in unseren Wohnzimmern geregelte Verhältnisse, so gerät auch diese Bastion zunehmend ins Wanken. Bedingt durch Preisdeflation und Leistungsinflation elektronischer Geräte bahnen sich die Computer unaufhörlich ihren Weg in unsere „gute Stube“. Angefangen beim Innenleben des TV-Gerätes, fortgesetzt im (totgesagten) Videorecorder und als eigentlich reiner Spezialcomputer in Form von DVD-Playern. Doch dies ist nur eine Zwischenstation in eine multimediale Zukunft. Längst kann der Computer den Großteil dieser Geräte ersetzen, doch wer möchte sich einen grauen Turm in sein Wohnzimmer stellen, dazu Festplattentackern und Lüftergeräusche? Zwar gibt es bereits Fernseher mit eingebautem PC, jedoch sind diese schon nach kurzer Zeit veraltet und nur schwer aufrüstbar. Zum Schrecken der HiFi-Produzenten entwickeln deshalb viele PC-Hersteller neue Computer, die sich in Formfaktor und Design – edle Stücke sind sogar aus Holz – leiser und harmonischer in das be- und gewohnte Bild einfügen. Das macht Sinn, zumal durch Funktechniken wie drahtlose Netzwerke (WiFi) und Bluetooth auch die lästigen Kabel dezimiert werden. Digitale Fernsehübertragung und Internetanbindung, Aufnahme von Filmen auf Festplatte, CD oder DVD, Musik als MP-3 und Heimkino per LCD-Projektor (Beamer) lassen dabei die traditionelle Stereoanlage alt und sperrig aussehen. Statt eines neuen HiFi-Geräts erwirbt man dann lediglich ein neues Programm, und vielleicht lesen wir schon bald die JF im Großformat auf der Wohnzimmerwand. Surfst Du noch oder wohnst Du schon, projiziert Euer EROL STERN

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