Langen Müller Sarrazin Wir schaffen das

 

DAU-Orgie

Wenn ich an meinen gebrauchten alten 16 MHz 286er PC zurückdenke, den ich als Azubi billig erstanden hatte, dann wundere ich mich bis heute, daß das Teil überhaupt stabil gelaufen ist. Als erste Amtshandlung verpaßte ich ihm nämlich einen mathematischen Koprozessor (so was wie ein Taschenrechner, heute in jedem PC), allerdings mit nur 8 MHz und einem mittels Alleskleber angepappten Kühlkörper. Später wurde dann ein 386er-Board in das Gehäuse transplantiert, das war dann noch mehr zusammengestückelt – und lief blendend. Doch diese dilettantischen Basteleien sind nichts gegen das, was ich in der Galerie von DAU-Alarm.de zu sehen bekam. Viel witziger als die bissigen Kommentare des Webseitenbetreibers sind dabei die Erklärungen derjenigen, die ihre Stümpereien als Garantiefälle deklarierten. Neben massenhaft gegrillten Prozessoren, mit brachialer Gewalt zerstörten Hauptplatinen und verrosteten oder durch Pilzbefall lahmgelegten Computern finden Besucher mit viel Zeit die seitenlange Korrespondenz von „Geschädigten“ mit noch wesentlich mehr Zeit. DAU des Monats ist übrigens der Besitzer eines PCs mit 1 Dialer, 8 Würmern und 343 Viren. Fast hätte ich vergessen zu erklären, was ein „DAU“ ist – ein dümmster anzunehmender User. Das sind die Leute, die Techniker mit abgebrochenen Kaffeetassenhaltern (CD-ROM-Laufwerk), defekten Fußpedalen (Maus) oder „ausgepackten“ Disketten (Hülle) in die Arme von Psychotherapeuten treiben. DAUs rate ich übrigens DAUernd, sich mal unter gaskopf.de/rz.html mein Zuhause anzusehen, flunkert Euer EROL STERN

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