Hubert Markl, Biologe

Wo möchten Sie jetzt am liebsten sein? Wo ich bin. Wofür lassen Sie alles stehen und liegen? Für manche Menschen und für manche Bücher. Was bedeutet Heimat für Sie? Wo die Wurzeln in Muttersprache, Dialekt, Landschaft und heimischer Küche verankert sind. Was ist Ihnen wichtig im Leben? Liebe und Freiheit. Was haben Ihnen Ihre Eltern mitgegeben? Die biologischen: Gene, Charakter, Selbstvertrauen; die kulturellen (zum Beispiel Voltaire, Karl Kraus, Kurt Tucholsky): Skepsis gegen Heilslehren; Abscheu gegen Fanatismus, Chauvinismus, Rassismus. Liebe zu Kunst und Literatur. Welches Buch hat Sie nachhaltig beeinflußt? ABC-Buch und Rechenbuch. Welche Musik mögen Sie? Kammermusik, Country Music, bayerische Stubenmusik. Welches Ereignis ist für die Welt das einschneidendste gewesen? Die Evolution des Homo sapiens. Was möchten Sie verändern? Mich selbst, wo nötig und möglich; man darf nie aufhören zuzulernen; Ausbildung ist nie zu Ende. Woran glauben Sie? An das sapere aude, Selbstverantwortung, und daran, daß man die Verhältnisse ändern kann, wenn man sich zuerst selber ändert. Welche Werte sollen wir unseren Kindern weitergeben? Selbstvertrauen, Mut, Freiheitsliebe, Menschlichkeit und Treue zu sich selbst. Welche Bedeutung hat der Tod für Sie? Zur Unzeit ein Unglück, mit dem man sich nicht abfinden darf; zur rechten Zeit der Trost des Schlafes ohne Ende (und das Ende der Ausbildung). Prof. Dr. Hubert Markl , 64, war von 1986 bis 1991 Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und von 1996 bis 2002 Präsident der Max Planck-Gesellschaft (MPG).

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