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Laim und die Tote im Teppich
Laim und die Tote im Teppich: Hinni Feuer (Shenja Lacher), Lukas Laim (Max Simonischek) Foto: ZDF/Michael Marhoffer

ZDF-Serie „Laim und …“
 

Ehrlich bemüht, jedes Klischee zu bedienen

Mittlerweile ist die Indienstnahme gebührenfinanzierter Fernsehformate zur Verbreitung linker Doktrin und Diffamierung politischer Gegner ein alter Hut. „Laim und die Tote im Teppich“, die aktuelle Folge der Thriller-Serie „Laim und …“ im ZDF bildet da freilich keine Ausnahme.

Schon die erste Szene scheint ehrlich bemüht, jedes Klischee zu bedienen: Hans Hinrich Feuer – einer der Haupttäter – ist dem Zuschauer anhand seiner grünen Steppjacke und des Seitenscheitels augenblicklich als Rechtsextremer erkennbar. Das politisch geschulte Publikum des ZDF ist längst für derlei Codes „sensibilisiert“.

Das Opfer wird in der zweiten Szene gefunden. In betroffenem Ton bestätigen zwei Ermittler dem Publikum: „Kopftuch.“ – „Muslima, ja.“ Ein Dialog, wie man ihn in seiner abbildenden und redundanten Natur nur im Deutschen Film kennt. Um die offensichtlichen Handwerklichen Defizite – allen voran die vollkommen unglaubwürdigen Figuren – des Drehbuchs soll es aber hier nicht gehen. Die Handlung scheint nach fünf Minuten klar: Rechtsextremer tötet Muslima aus Haß und entsorgt sie danach „wie Müll!“ So weit, so vorhersehbar.

Angereichert mit politischen Mahnungen

Aber halt! Das ZDF-Team schafft es sogar, dieses allzu abgedroschene Handlungsschema noch mit politischen Aussagen und Mahnungen anzureichern. Denn der eingangs gezeigte Feuer handelt nicht allein: Er ist Handlanger eines rechten Netzwerks! „Neurechte Prominenz“, wie Kommissar Laim mit angewiderter Miene festhält.

Es handelt sich um Lutz Grindel, einen rechten Autoren sowie Bernd Moers und Holger Elversfeld, Gründer und Leiter des „Instituts für bayerische Innenpolitik“. Nun wird das politisch geschulte Publikum hellhörig.

Die Anspielung auf Götz Kubitschecks „Institut für Staatspolitik“ (IfS) und die stereotype Karikatur neurechter Autoren in der Figur Grindels sind wenig kaum verschleiert. Die Aussagen Moers zu seinem Institut („Im Prinzip [machen wir] Bildungsarbeit. Wir sind eine Organisationsplattform. Wir organisieren politische Veranstaltungen und Seminare.“) lesen sich wie eine Zusammenfassung des ersten Wikipedia-Absatzes zum IfS.

Nah an der Grenze zur Verleumdung

Man will Kubitscheck und rechte Denker im Allgemeinen an den öffentlichen Pranger stellen. Beziehungsweise sucht man – wie es im Presseportal des ZDF zur Sendung heißt – „die inhaltliche Auseinandersetzung mit der extremistischen neuen Rechten, die in unserer Gesellschaft momentan starken Zulauf erfährt.“ Hierzu gehören wohl auch Studentenverbindungen und Jäger, die gekonnt allesamt in einen Topf geworfen werden.

Man kann über die sogennante Neue Rechte, ihre Autoren und Einrichtungen durchaus unterscheidlicher Meinung sein, die impliziten Vorwürfe in „Laim und die Tote im Teppich“ bewegen sich jedoch nah an der Grenze zur Verleumdung und überschreiten die des guten Geschmacks.

Der Plan der neurechten Verschwörer: Ein inszeniertes Attentat im Herzen Münchens durch eine vermeintliche Islamistin. Die auserwählte Attentäterin entpuppt sich jedoch als verdeckte Antifa-Aktivistin, die das Komplott auffliegen lassen will und wird deshalb von Elversfeld ermordet. Das Nazinetzwerk unterstützt selbstverständlich die Vertuschung. Damit stehen neben Mord und Strafvereitelung auch die Vorbereitung einer staatsgefährdenden Gewalttat und Verschwörung zum Hochverrat im Raum.

Haltlose Unterstellungen, die auch dann noch absurd bleiben, wenn man sie in eine lieblos zusammengeschusterte und unglaubwürdige Fiktion verpackt. Finanzieren würde eine solch kosntruierte und unglaubwürdige Storry wohl kaum jemand. Dank Zwangsgebühren muß man sich beim ZDF über so etwas aber keine Gedanken machen.

Laim und die Tote im Teppich: Hinni Feuer (Shenja Lacher), Lukas Laim (Max Simonischek) Foto: ZDF/Michael Marhoffer
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