Markus Krall Freiheit oder Untergang
Wolfgang Büchner
Wolfgang Büchner: Redaktion probt Aufstand Foto: dpa

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Machtkampf beim „Spiegel“ eskaliert

HAMBURG. Deutschlands größtes Nachrichtenmagazin steuert auf einen schweren Konflikt in der Redaktion zu. Während ein Großteil der Spiegel-Redaktion den seit September 2013 amtierenden Chefredakteur Wolfgang Büchner absetzen will, kündigte dieser nun an, alle Ressortleiter-Posten neu auszuschreiben.

Künftig soll jedes Ressort jeweils von einem Mitarbeiter der Print- und Online Ausgabe betreut werden, berichtet die Berliner Zeitung. Die Entscheidung über das neue Konzept soll die Mitarbeiter KG treffen, der 50,5 Prozent des Magazins gehören. Laut dem Blatt sei auch ein Streik nicht ausgeschlossen. Eine außerordentliche Gesellschafterversammlung soll in den nächsten Tagen stattfinden.

An Büchner hatte es bereits mehrfach heftige Kritik aus der Spiegel-Redaktion gegeben. Vor allem die Berufung des ehemaligen stellvertretenden Bild-Chefs Nikolaus Blome zum Leiter des Hauptstadtbüros des Spiegels hatte für Aufsehen gesorgt. Zudem kämpft das Magazin seit Jahren mit sinkendem Publikumsinteresse. In den vergangenen fünf Jahren sank die Zahl der verkauften Exemplare um 15,1 Prozent auf zuletzt 874.000. (ho)

Wolfgang Büchner: Redaktion probt Aufstand Foto: dpa
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