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Rundfunkgebühren
 

Bund der Steuerzahler verlangt Kostentransparenz

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Geldscheine unter der Lupe: Bund der Steuerzahler verlangt Transparenz Foto: www.pixelio.de/stummi123

BERLIN. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk mangelnde Kostentransparenz vorgeworfen. Angesichts der neuen Gebührenregelung, bei der von jedem Haushalt Abgaben zwangsweise eingefordert werden, stände dieser unter einem erhöhten „Rechtfertigungsdruck“, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel gegenüber Handelsblatt-Online. Es sei daher „kaum verständlich“, wenn die Rundfunkanstalten „in eigenen Finanzierungsfragen bislang so verschwiegen reagieren“ würden.

Ein „besonderes Augenmerk“ in der Kostentransparenz legt Holznagel dabei „auf Personal- und Altersvorsorgeaufwendungen, Digital- und Onlineaufwendungen und spartenbezogene Programmaufwendungen“. Konkret fordert der BdSt, den Bürger darüber zu informieren, „was ihn zum Beispiel eine Sendeminute seiner Lieblingssendung oder der Nachrichten kostet oder wie teuer die TV-Rechte für Spielfilme und Sportveranstaltungen waren“.

Zehn-Punkte-Plan an die ARD übergeben

Des weiteren hat der BdSt ein Jahrbuch gefordert, in dem ressort- und senderbezogene Budgets offengelegt werden. „Wir haben einen detaillierten Zehn-Punkte-Plan für mehr Transparenz erarbeitet und dem ARD-Generalsekretär übermittelt“, sagte Holznagel. Insbesondere sei es sinnvoll, den parteilichen und staatlichen Einfluß in den Rundfunkräten zurückzudrängen.

Erst vor wenigen Tagen hat die FDP die Sender ARD und ZDF zu mehr Kostentransparenz aufgefordert. Niemand habe eine höhere Legitimation als gewählte Volksvertreter, über öffentliche Gehälter unter Ausschluß der Öffentlichkeit zu verfügen, sagte der medienpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Burkhardt Müller-Sönksen, dem Handelsblatt.

ZDF-Intendant Thomas Bellut lehnt dagegen eine Veröffentlichung der Moderatoren-Gehälter nach wie vor ab. Er fürchtet sonst „Neiddebatten, die sehr heftig werden könnten“. (FA)

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