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Studienergebnis: Mehrheit der jungen Generation ist genervt vom Gendern

Studienergebnis: Mehrheit der jungen Generation ist genervt vom Gendern

Studienergebnis: Mehrheit der jungen Generation ist genervt vom Gendern

Auch viele junge Menschen haben die Nase von der Gendersprache voll (Symbolbild) Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde
Auch viele junge Menschen haben die Nase von der Gendersprache voll (Symbolbild) Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde
Auch viele junge Menschen haben die Nase von der Gendersprache voll (Symbolbild) Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde
Studienergebnis
 

Mehrheit der jungen Generation ist genervt vom Gendern

KÖLN. Über die Hälfte der 14- bis 35jährigen hat vom Gendern die Nase voll und ist davon genervt. Zugleich bewerteten 44 Prozent der Befragten laut einer Studie des Marktforschungsinstituts „Rheingold“ die Diskussion um „geschlechtergerechte Sprache“ als wichtig, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Studienleiterin Judith Barbolini erläuterte: „Wir sind im Moment noch in einer Übergangsphase, in der es noch nicht vollständig eingebürgert ist. In dieser Phase preschen manche vor, andere laufen mit und wieder andere reagieren aggressiv.“

Die Ablehnung des Genderns unter den Befragten liege auch daran, daß es für ein „sprachliches Stolpermoment“ sorge, sagte Barbolini im SWR. „Man kann sich gar nicht mehr auf das konzentrieren, worüber man eigentlich sprechen möchte.“

Zudem wüßten auch viele in der jüngeren Generation nicht, wozu Gendern überhaupt dienen soll. 33 Prozent seien der Ansicht, daß es zur Einbeziehung von Personen beitragen soll, die sich nicht als Mann oder Frau definierten. 36 Prozent glaubten, Frauen sollten dadurch sichtbarer gemacht werden.

Im Privatleben führe Gendern zu Ärger

Junge Frauen trieben das Thema Gendern am meisten voran. Junge Männer hingegen täten sich schwerer damit, denn dies beinhalte auch, Männerdomänen zurückzufahren. „Wichtig ist, daß überall da, wo es offiziell ist, gegendert wird als Zeichen von Modernität.“ Im Privaten sei es jetzt noch nicht so wichtig, zu gendern. Denn das führe dort eher zu Ärger, warnte Barbolini.

Für die Erhebung befragte das Institut 2.000 Jugendliche und junge Erwachsene. Die Studie habe auch ergeben, daß sich 27 Prozent der Teilnehmer nicht dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuordneten.

Städte setzen auf Gendersprache

Älter Umfragen hatten bereits gezeigt, daß eine Mehrheit der Deutschen die Gender-Sprache ablehnt. Auch unter Anhängern der Grünen will sie nur eine Minderheit durchsetzen.

Ungeachtet dessen verwenden immer mehr deutsche Städte in der Verwaltung die sogenannte geschlechtergerechte Sprache. Die Universität Kassel war unlängst in die Schlagzeilen geraten, weil dort ein Student Punkteabzug für seine Prüfungsarbeit hinnehmen mußte, da er nicht gegendert hatte. (ag)

Auch viele junge Menschen haben die Nase von der Gendersprache voll (Symbolbild) Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Christian Ohde
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